Mail an die Thera/ Bindung, Hoffnung

Um es festzuhalten…

Puh….

Hallo.

Ich muss etwas sagen. 
Es gibt ein Loch in uns drin. Ein Loch, das nicht zu füllen ist. Es fällt alles unten wieder raus. Nur die Zeit, die es braucht um wieder Leere zu hinterlassen ist unterschiedlich.

Nichts hat für mich eine längere Haltbarkeit als Majonäse in der Sonne. Kein Versprechen, keine Zuneigungsbekundung, gar nichts. Egal ob durch äußere Faktoren oder meine Verfehlungen, jederzeit kann etwas dazu führen, dass das vorher Gegebene zurückgezogen wird oder zurück verlangt wird – mit Zinsen. Es gibt keine Sicherheit. Nie. Und nirgendwo. An keinem Ort der Welt und in keinem Schoß eines Menschen. 

Ich will mich nicht an Menschen binden. Ich will niemandem trauen. Selbst wenn sie es nicht böse meinen, können sie mich metaphorisch oder real mit 5 Wörtern töten. Was soll dann erst passieren, wenn sie es darauf anlegen? Bin ich erst gebunden, haben sie Macht über mich. Gegenstände, tote Materie ist besser, sie tut mir nicht weh. Aber diese kann man verlieren. Dinge können verloren gehen oder kaputt, ein Feuer kann alles was ich besitze zerstören oder jemand nimmt es fort. Also will ich mich auch nicht an Dinge binden.Es ist besser so. Und ich hasse es, dass andere Innen und Außen sich binden wollen, vertrauen wollen und so widerlich bedürftig sind, dass es kaum auszuhalten ist. Aber dann ist da dieses Loch. Es bringt alles nichts. Und das Vorhaben einfach nie wieder eine Mail an dich zu schreiben, weil allein das Hoffen und Warten auf eine Antwort zu viel ist und vor allem zu Unrecht erhofft,  wegen des niemals füllbaren Lochs und des fehlenden Wertes meiner Person, kippt immer wieder.  Weil dieses „nie wieder“ offensichtlich für einige schon nach 5 Minuten vorbei ist. Ich finde, dass „nie“ eine deutlich längere Zeitspanne sein sollte, aber jemand sagt, es fühlt sich an wie nie, das nie, das ewig gedauert hat. Lächerlich. Ich versuche zu bremsen. Ich versuche es wirklich und schreibe dann jetzt selbst. Was ein Widerspruch in sich. Alles, was manche erhoffen, ist zu viel. Und selbst zu viel ist denen nicht genug. Ich sage man muss aufhören zu hoffen.Wie heißt es so schön? Töte die Hoffnung. Wer ohne Hoffnung ist, ist frei. Frei von den Abhängigkeiten, von menschengemachtem und zufälligem Glück und Unglück. Ist frei von Emotionen, die auch nur Zerstörung mit sich bringen. Da schließt sich der Kreis.
Hopeless, 15 Jahre alt

3 Kommentare zu „Mail an die Thera/ Bindung, Hoffnung

  1. Kann mich hier nur anschließen.
    Mir sind Leute egal.
    Anderen hier leider nicht.
    Und das gibt immer, immer Stress.
    Versuche alles zu geben, damit die Anzahl derer, denen es auch scheißegal ist, langsam steigt, aber es ist zäh.
    Man denkt, jetzt haben sie’s, aber nee.
    Das nervt so dermaßen…
    TH

    Gefällt 2 Personen

  2. Alles, wirklich alles in diesem Beitrag klingt in unseren Ohren nach dem fucking Mutterthema. Besonders aber das :

    „Egal ob durch äussere Faktoren oder meine eigenen Verfehlungen – jederzeit kann etwas dazu führen, dass das vorher Gegebene wieder zurückgenommen wird oder zurückverlangt wird – mit Zinsen.“

    Vielleicht nur unser Focus. Und trotzdem.

    Gefällt 2 Personen

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