Hilfe gibt es nur in Märchen

Noch ein Schlag in die Fresse.
Mitten in die Fresse.

Nicht nur, dass trotz ausführlichem Attest bla bla bla, die Hilfe durch unsere abw weiterhin nicht so durchgeführt werden kann, wie vorgesehen.
Wir dürfen kein Auto fahren, wenn wir nicht das große Visier tragen.
Was aber nicht geht.

Kleines Visier, ja. Was macht das für einen Unterschied? Gar keinen.
Die abw ist geimpft, wir getestet.
Geht trotzdem nicht.

Ok ist dann halt so.

Aber das Schlimmste ist, dass die deswegen uns jetzt auch noch heimlich still und leise aus der Hilfe rausdrängen. Da wir die ja eh nicht wie geplant annehmen können, ist unsere Hilfefrau nun anderweitig eingesetzt und ausgebucht. das heißt, wir können und dürfen die jetzt nicht mal mehr für die Sachen in Anspruch nehmen, die gehen würden.
Keine Gespräche, Telefonate, nix.

Was braucht Frau Tick denn auch Hilfe? Aaaaaach unsinn.

Hilfe gibt es eben doch nur in Märchen.
und wir haben grade einen dezenten Nervenzusammenbruch.

Ich dachte so vereine wären dafür da. Da muss ich mich wohl getäuscht haben.
Gibt ja auch kein Geld dafür neihein.
Aber wir nehmen das lieber von da, wo es leichter verdient ist. Und drängen die anderen einfach raus, ohne dass wir denen sagen müssen, dass wir keinen Bock auf sie haben.

Danke für nichts ihr Arschf******

Kurz vorm Platzen

Bild von stokpic auf Pixabay

Mir fällt etwas auf.
Eis ist lecker.
Wir mögen Eis, auch wenn wir, was die Sorten angeht, echt eingeschränkt sind.
Zu Hause haben wir immer welches im Eisfach, das es dann Abends zur Kinderzeit gibt.

In so kleinen Mengen durchaus unproblematisch.

Aber wenn wir einen Eisbecher verdrücken macht es Probleme. Jedes und jedes Mal.
Ich glaube, dass es diese Art von Kältebetäubung im Mund und Rachen ist, die uns raus wirft und triggert.
Das Gefühl nicht mehr schlucken zu können, das Gefühl, dass der Hals zuschwillt.
Immer Panik danach. So mindestens eine Stunde lang, bis das Gefühl wieder verschwindet.

Aber deswegen auf das Eis verzichten? Hm nööö
Aber es schmälert das Erlebnis doch ungemein und ich weiß nicht, wie wir das besser hinbekommen können.

Klar, kann man dann die ganze Zeit nach innen reden und sagen, schaut, wir haben schon sooooo oft Eis gegessen und uns ist nichts passiert. Wir sterben nicht davon. Das ist nur ein doofes Gefühl. Das geht wieder weg.
Aber es hilft einfach nicht. Das Gefühl interessiert sich nicht für Worte.

Was noch bemerkbar ist, sind viele kleine Dinge zur Zeit, die uns (auch davon) abhalten, regelmäßig zu schreiben.
Wir springen heftig durch die Gegend. Eigentlich steht auch jetzt gerade das Bügelbrett parat und sollte benutzt werden. Stattdessen sitzen wir hier. 100 offene Tasks, 98 davon sind abgestürzt und hängen, warten auf „refresh“.
Die Scham ist derzeit hoch, krasser als sonst. Gefühlt schämt man sich schon dafür, dass man atmet und es jemand bemerken könnte. So im übertragenen Sinne.

Die Anspannung ist highlevel. Es fühlt sich allein körperlich so an, als wäre Körper eine Luftmatratze, in die konstant mehr und mehr Luft gepumpt wird, kurz vor dem Platzen steht.
Man schnürt sich ein, hat das Gefühl, man muss sich mit irgendetwas umwickeln, damit man nicht auseinander fällt, platzt, es einen zerreißt.
Das läuft jetzt schon so seit ein paar Wochen konstant mit.
Ich weiß nicht mehr so recht wohin mit mir und wir sind eigentlich permanent am rotieren und irgendwas am hinterher hetzen und schaffen es kaum eine Aufgabe am Stück zu erledigen, weil die Aufmerksamkeit wieder wo anders hin springt oder weil einfach auf dem Weg der Erledigung jemand anderes angetriggert wird und sich daran erinnert, dass ersie ja das und das tun wollte.
Und dann so: ähm was wollte ich gerade?
Ach jah….

So ist es grade. Alles so knapp vor Deadlines


Noch ein Grund mehr

Draußen sein.
Schönes Wetter. Endlich! Endlich nicht mehr frieren.
Die Inzidenzen sinken. Bei uns darf man ohne Test in die Außengastronomie.

Wir fahren in die City. Ein Eis ist heute genau das Richtige.
Die Schlange zu den Tischplätzen ist ernüchternd. War klar. Aber ich hätte sie noch länger erwartet.
Trotzdem entscheiden wir uns dazu, das Eis nur auf die Hand zu nehmen und stellen uns mit MM zusammen in die Mitnehmschlange.

Die Tischschlange neben uns.
Kinder mit Eltern.

Ja, wir sind auffällig. Ist okay.
Im Sommer besonders.

Mit der Kurzhaarfrisur von 3 mm sagte schon einmal ein Kind zu Mama: „Mama der Mann da hat ein Kleid an“ 😅
Was irgendwie niedlich war. Und Mama war peinlich berührt.

Die Leute starren oft. Besonders Teenager, die sich gegenseitig in die Rippen stoßen und mit den Fingern auf uns deuten.
Klar, die Frau im Rollstuhl, die mit viel zu kurzen Haaren und den vielen Narben auf den Armen fällt halt auf.
Ein Faktor wäre genug, um den Leuten aufzufallen.

Manchmal mache ich mir den Spaß, bei spöttischen Teenagern, die ich zum zweiten Mal treffe, nachdem sie mit ihren nackten Zeigefinger hämisch grinsend mit weit aufgerissenen Augen auf mich gedeutet haben, das Selbe zu tun. MM in die Rippen zu stoßen, zu deuten und überdeutlich „guck mal die da“ zu sagen.
Auch nicht die feine Art. Aber jemand hier drin macht es halt.

Jetzt kommt noch ein Faktor dazu:
Die Leute gucken mich an. Wie den FEIND. Den todbringenden Feind.
Ich weiß schon, warum ich die Monate so gut wie nicht draußen war.
Denn wir sind Maskenbefreit.
Und das hat nunmal seine Gründe, wie hier jeder weiß, der nicht erst seit 3 Tagen liest.
Aber darüber weiß die Menschheit kaum etwas, dass es Menschen gibt, die das nicht können und dann auch nicht müssen.

Und dann kommt das Munkeln. Heute aus der Wartereihe von Kindern, die Frage und das Tuscheln, ist aber nicht begrenzt auf Kinder, denen ich das eher nachsehe.
“Warum hat DIE da keine Maske auf?“

Ich ignoriere das in der Regel. Aber es tut weh.
Es tut weh an allen Stellen ausgegrenzt und begafft zu werden, wie ein Tier im Zoo.
Eine Abstrusität. Eine Monstrosität.

Immer und immer wieder.

Menschen urteilen. Menschen urteilen zu schnell und zu rücksichtslos.
Bodyshaming ist ein Thema. Ausgrenzung. Mobbing. Hass. Diskriminierung. Übergriffige Hilfe. Nein danke, ich kann sehr gut alleine fahren!

Oder auch dieses mitleidige hässliche Lächeln, dass sagt „Oh du arme, du hast keine Haare UND sitzt im Rollstuhl. Du hast bestimmt Krebs. Ich bin jetzt mal besonders freundlich und bessere mein Karma auf.“
Und ich habe Mühe mit dieser ekligen Schleimspur zurecht zu kommen.
Gefühlt ist das was anderes, als wenn Menschen einfach nett sind, weil sie nett sind.

Aber dieses Mitleidgedönse ist in etwa so, wie die Omi über die Straße zu bringen, die sie nicht überqueren wollte.

So überhaupt nicht geil!
Nur, dass diese Leute dann besser von sich selbst denken. Gute Tat getan! Ding ding ding.
Das Karmakonto klingelt.

*sfz






Zu viel

In der letzten Zeit ist hier alles zu viel, um es wirklich erzählen zu können.

Auf allen Ebenen zu viel los.
Drinnen wie draußen.

Das Gefühl in der letzten Zeit ist so völlig zu zerfallen, zerbröseln.
Seltsame Zustände, die keine konkrete Worte haben weil es einfach nur so eine starke innere Zerrissenheit ist.
Eher als würde man sich gleich in einen Konfettiregen auflösen. Seelenschmerz, der nur zerreißt.
Das Gefühl einfach nur um sich schlagen zu wollen alles und jeden wegschlagen und gleichzeitig so irre einsam zu sein, dass man gerne wie ein Wolf heulen würde.
Aber das bleibt alles schön drinne, wie sich das gehört, nicht wahr?

Stehe neben mir.
Waren gestern im Grünen. Also wirklich viel Grün da. MM und wir erkunden gerade Ecken in unserer Gegend, in der wir noch nicht waren. Viele grüne Wiesen, Pferde, Kühe, Spatzen, Schwalben, ein bisschen Sonne.
Und ich fühlte mich eher, als würde ich vor dem TV sitzen und bin gar nicht wirklich dort.
Ich bin die meiste Zeit eigentlich überhaupt nicht richtig da.

Wir kämpfen viel mit Drehschwindel und auch Schreibverboten, was die Thera angeht.
Und ich weiß einfach nicht, warum diese letzten Tage so sehr durchknallen, ohne Bilder oder was. Nur heftige emotionale Zustände. Wo doch diese Tage in keinem „Feiertagskalender“ stehen.
Ist jedes Jahr so, dass ich denke, was geht ab? Aber ich finde keine Erklärung.

So und eigentlich müssen wir jetzt wirklich was tun.
Also auf los gehts looooos….

400.000

Eine der größten Plattformen für Kindermissbrauchsdokumentationen ist hochgenommen worden

400.000 User
Ich bin fassungslos. Selbst wenn ich weiß, wie viel in dem Bereich los ist.
Es ist so furchtbar 🥺

Ganz ehrlich? Ich hoffe, dass es jetzt bei 400.000 DrecksXXXXX in der Hose nach Pippi stinkt

Aber der Bericht lässt wenig Hoffnung, dass sie die User finden. Sie begnügen sich mit den Admins und dem aktivsten Nutzer.

Schließen wir Wetten ab, ob dem Beweismaterial auch etwas „zustößt“ wie bei Lügde?

Beitrag gestern

Sehr geehrte Leser
Aus Sicherheitsgründen habe ich den Beitrag von gestern herausgenommen.
Ich bedanke mich im Namen der lunis für jeden Kommentar.

Vielleicht kommt irgendwann später etwas bei ihnen davon an.

Ich möchte mitteilen, dass wir von einem Programm überflutet werden.
Deswegen werden Dinge gedacht, die vermutlich nicht der Wahrheit entsprechen. Und selbst wenn doch, sie dann aktuell nur dazu benutzt und verdreht werden, uns zu schaden.

Ich will nicht verheimlichen, dass es gefährlich ist, was abläuft. Aber die Therapeutin ist informiert.

Danke für Ihr Verständnis.