Kurze Rückmeldung

Ich habe gerade gar keine Ahnung, auf welchem stand ihr seid. Ich denke viel an euch und habe das Gefühl, ich hätte euch all das schon erzählt.

Wir haben Wochenendausgang. Leider nicht über Nacht. Gestern zu Hause, heute auch. Werde bald wieder abgeholt.

Für MM heißt das für das gesamte hin und her fahren insgesamt 8 Std im Auto.

Mir tut das leid und ich bin froh, dass er das macht. Kurz mal heim. Den ewigen Kontakten entfliehen. Immer Menschen. Viele sehr anstrengende Menschen. Immer hab acht Stellung. Stresslevel kommt nicht mehr runter. Es ist so krass.

Meine Mitbewohnerin schläft mit Licht. Es macht mich Gaga. Hunderte Male aufwachen und glauben, es ist schon Tag. Aber ich kann und will ihr das nicht wegnehmen. Und ziehe mir eine Decke über die Augen. Ein bisschen Licht brauchen wir auch aber hier geht halt nur an oder aus.  mir würde die Orientierung durch die Straßenlaterne vor dem Fenster reichen.

Sie ist auch traumatisiert, spricht aber ungefähr nur drei Worte deutsch.

Verständigung über verschiedene Dinge also kaum möglich. Das macht alles noch schwieriger.

Gleich gibt es Frühstück. Dann warten wir nur noch auf MM.

Eigentlich wollen wir nur noch ganz nach Hause, wissen aber irgendwo, dass das gerade unklug wäre. Thera sagt, dass der Täterkontakt so nie aufhören würde. Aber ich kann doch eh nicht ewig hier drin bleiben. In drei Wochen werden wir jetzt sicher nicht den großen Durchbruch erzielen.  ach was soll’s….

Irgendwo braucht es hier drin Lösungen und Trost.  Aber den bekommt man nicht einfach so. Ich will… Ich sehe das es eine thera braucht,  die sich mit RG und MC auskennt. Immer dieses diskutieren dieses typische Therapeuten Gerede von,, ja sie,  mit der ich gerade darüber reden kann… wie stark dürfen sie werden damit die nicht mehr switchen müssen,,?

Als ginge es darum sich selbst zu erlauben Stark genug zu sein,  alles alleine zu schaffen.  Humbug.

Wo bekomme ich eine thera her,  die sich interessiert und sich für diejenigen in Not interessiert und würdigt,  dass sie sich melden statt in Frage zu stellen,  dass dass geht,  was sie berichten. Thread sagte eiskalt zu Viktoria ,,ich glaube nicht, dass das geht, das du Erinnerungen wegnehmen kannst,,.

Keine Antwort auf die nachfolgende Mail. Auf die Not,  auf die Frage,  ob das jetzt richtig sei oder nicht. Allein allein.

Wir wünschen und werden schon wieder von innen belästigt und beschimpft,  dass wir es wagen zu wünschen… eine Thera, die menschlich näher ist. Wenn ich in Büchern von Miller oder Fliß lese,  wie sie mit dem umgehen  wird mir warm ums Herz.  Ja wünschen.  Aber so jemanden gibt es hier nicht. Wir suchen schon seit bestimmt 8 Jahren.  Immer wieder und immer wieder neu alles abklappern und diversen Querverweisen folgend. Nichts.

Allein allein.

Vorlieb nehmen mit besser als nichts.

Scheiße

 

Wer? Ich?

So was wollte ich?
Gerade schrieb ich einen Text vor und nun ist er weg. Ich habe keine Lust, ihn zu wiederholen. In meinem Kopf wisst ihr nun alles ;-)
Meine Augenbraue zuckt.
Lenkt meine Aufmerksamkeit auf sich. Ansonsten ist nicht mehr viel da.
Gestern hielt ich etwas in den Händen. Heute ist es weg.
Die Ärztin reagierte ja schnell und effektiv.
Wir haben ein neues Zimmer. Und eine Mitbewohnerin.
Eine ganz liebe, ruhige.
Gibt es nichts zu sagen.

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WasserWelten

20190121_141201

Da sind wir. Und die Tür fiel hinter uns ins Schloss.
Eine Aufwallung von Panik begleitete den Nachhall.
Im Kreise der Psychotiker und manisch depressiven. Der geistig eingeschränkten, fremdgefährdenden.
Aber was fällt ab? Was für eine Last rutscht hinunter von den Schultern. An einem Ort wie diesem schert sich niemand um Konventionen.
Bei Tisch die Stöpsel in den Ohren oder zurückgezogen oder sozial. Alles geht. Nichts muss.

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Rescue me

20190118_211142(0)Wir danken für so viele liebe Kommentare und Wünsche und Worte.

Was soll ich nur sagen? Ich fühle mich gerade fast verpflichtet zu sagen ja es geht mir gut und besser. Wie könnte es auch anders sein bei so viel Resonanz von euch?

So das war der gemeine Anteil. Nein im ernst…es ist total toll. Es ist Wahnsinn heute morgen erstmal 10 minuten damit zu verbringen, eure Wünsche an uns zu lesen.

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Weg und blaue (Zeit-)Lücke

So wir fahren bald los.
Ich habe unser WordPress nicht mit im Gepäck.
Wir sind am Samstag abend wieder zu Hause.

Vielen Dank für die lieben guten Wünsche und euer da sein, hier sein.
Ganz vielen lieben Dank.

 

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Ansonsten gab es wahrscheinlich gestern auch noch einen Täterkontakt.
Wir sind an den Beinen und anderen Stellen tiefblau. Mit seltsamen Striemen überzogen, für die ich keine Assoziation habe.

Die Uhr wurde für zwei Stunden nicht getragen. Zwei Stunden in denen ich eigentlich dachte, einen Mittagsschlaf zu halten.
Eine Lücke. Eine ganz typische.

Ich bin quasi nicht mehr da und ich hoffe, dass von den Konzert überhaupt irgendetwas bei mir ankommt. Ich stehe komplett neben mir.

Ich weiß nicht mehr weiter.

Verschwendung

Ja kein Problem. Ich schaffe das schon. Ich schaffe das auch alleine. Ich habe Ihre Hilfe eh nicht verdient.
Nach ungefähr vier Hilferufen per Mail antwortet sie. Kein Bett frei.
Man wird sehen…

Keine Anrede, kein Tschüß. Kein einziges liebes Wort.
Ja, sie sagt oft, sie kann nicht immer so sein, wie wir das brauchen. Sie ist eben so und fertig.
Ja, sie hat Stress, ja wir sind nicht der Nabel der Welt.
Ist schon klar.

Ein liebes Wort wäre an uns ohnehin verschwendet.
Was wollen wir schon damit?
Wozu eigentlich?

Ist doch so genau richtig. SO geht man mit uns um und nicht anders.

Ich habe kein Problem ich komme schon klar. Was solls denn?

Und wenn ich mir eingestehe, dass sie auf die Art schon lange nicht mehr gut für uns ist dann stehe ich alleine da. Es GIBT keine Alternative!
Totschlagargument. Oft gehört in der letztenZeit. „Ich kann halt nicht so sein, wie sie das brauchen. Ich bin so wie ich bin“.
Dann bin ich allein.

Paradontose

Nur noch durcheinander.
Alles dreht sich.
Nicht gut.

Erinnerung. Suiziddruck irgendwo hinter mir.
Weiterfunktionieren. Immer auf dem Sprung, drauf achten, jedes Zeichen. Wanngehts nicht mehr? Wie halte ich mich über Wasser?
Funktionieren. Lächeln. So tun als wäre nichts.
Ich will das nicht aber ich kann nicht anders.

Wenn es über das Wochenende so bleibt, sind wir nächste Woche stationär. So geht das nicht.
Erlaubt ist auch das nicht.
Es gibt keine Sicherheit für dich. Wenn du das tust, machen wir dich so verrückt, dass du da für immer drin bleibst.
Angst, Panik. Macht sich breit.
Aber ich lasse mich nicht erpressen.

Ich darf es nicht.
Ich muss pro-Leben handeln. Das ist mein Job!
Und damit muss ich das überhören. Aber es fällt schwer. Sehr schwer.

So und damit ist auch Schluss weil das ganze Gelaber mir schon wieder auf den Keks geht.
„Interessiert sowieso niemanden bla bla“ wäre auch eine Option für einen Blogeintrag gewesen.

Ich gehe (krabble, krieche) jetzt fürs Wochenende packen. Dauert so alles ein bisschen länger.
Zur Not auf dem Zahnfleisch.
Bis zur Paradontose :-)