Satanic Panic? Lydia Benecke. Gegendarstellung

Nachtrag 2021, (und Fortführung)
Da kritische Kommentare unter den Videos immer wieder gelöscht oder die Kommentarspalte deaktiviert wird:

Anzeichen für eine Verschwörungstheorie ist doch definitiosgemäß, dass man Forschung und Fakten ignoriert und sich sein eigenes Gedankenkonstrukt bildet und glaubt, man habe die Wahrheit gefunden, die sonst nur niemand sehen will, nicht wahr?

Aufbauend darauf könnte man jetzt sagen, dass Frau Benecke zunehmend eine Verschwörungstheorie daraus macht, da neuere Videos (link) folgendes Bild zeigen:
Schon zu Anfang sagt Adrian Gillmann, dass die Verschwörungstheorie des Rituellen Missbrauchs bis in die Regierung und gewisse Förderprogramme reicht und Frau Benecke nickt eifrig.

Wer aktuelle und weltweite Forschung, Fachärzte, Psychiater, Wissenschaftler und Therapeuten und auch vom Bund geförderte Forschung und Aufklärungsarbeit, die insgesamt genommen im Übrigen eine überwältigende Mehrheit darstellen im Vergleich zu Frau Benecke und der GWUP setzt, ignoriert, degradiert und zu Idioten und Verschwörungstheoretikern abstempelt, ist möglicherweise also selbst zum Verschwörungstheoretiker mutiert.

Wer nicht zuletzt auch Betroffene ins Lächerliche zieht, ja geradezu Opfer-Blaming betreibt und dabei noch die Frechheit besitzt, dies als Opferschutz wie einen faulen Fisch zu verkaufen, ist zwar mit Sicherheit medienwirksam, aber mit wissenschaftlicher Arbeit hat das nichts zu tun.
Man muss hier definitiv mal die Motivation zu derartigen Videos und „Kongressen“ und den immer gleichen Vorträgen mit wechselndem Hintergrund hinterfragen.
Und als Zuschauer ggf mal seinen eigenen Horizont erweitern und die Faktenlage genauer prüfen, bevor man an dieser Stelle unter Umständen einer Verschwörungstheorie auf den Leim geht.

Wer sich von der „anderen Seite“ (nämlich der, der Betroffenen) ein Bild machen möchte, kann dies nun auf unserem You-Tube Kanal machen.


Alter Beitrag 2018:

Ich versuche sachlich zu bleiben.

Vorab: Mein Gesamtfazit über diesen “super recherchierten”, von sehr selektiver Wahrnehmung geprägter Vortrag, ist dieser:

Ich habe heute in meinem Apfel einen Wurm gefunden!
Das KANN nur bedeuten, dass in JEDEM Apfel dieser Welt mindestens ein Wurm steckt!

Was ist von Skeptikern zu halten, deren Skepsis vor der eigenen Haustüre (Denkmaschine) endet? Von Skeptikern, die genauso wie alle anderen „Verschwörer“, ihre Theorien und Schlüsse aus halbgaren Argumenten ziehen und deren gesamte Argumentationskette, auf jeweils einem Fall aufbauen, in dem es wirklich (oder auch nur angeblich) so war?
Ich jedenfalls hätte den Skeptikern mehr Skepsis zugetraut. :-)
Aber wo kämen wir denn hin, wenn wir unsere eigenen Annahmen von der Welt hinterfragen würden? Denn auch, wenn Frau Benecke das Gegenteil behauptet: Sie hat es nicht getan.

Bildet euch selbst eine Meinung und schaut es euch an.
Meine Meinung folgt darunter.

So, ich mag mal Stück für Stück darauf eingehen. Machen wir doch mal Konfetti daraus:

Der Polizist Dirk Bosse hat nun einen Fall gehabt. EINEN.
Und dieser ist, zumindest so, wie hier dargestellt, unglaubwürdig, ja.

Es gibt tatsächlich Therapeuten, die in der Therapie zu viel suggerieren, ja. Absolut.
So eine habe ich selbst erlebt und selbst kennengelernt. Aber ich habe mich IMMER gegen ihre Suggestionen und Suggestivfragen gewehrt und nach kürzester Zeit die Therapie dort abgebrochen.
Es gibt Therapeuten, die so viel in die Geschichte und Erzählungen ihrer Patienten hineininterpretieren, dass alles am Ende unhaltbar wird.
Und vorrangig ist das dann auch ein Problem des Patienten. Von Patienten, die sich nicht distanzieren können, die ihren Therapeuten mehr glauben als sich selbst. Die die „guten Patienten“ sein wollen und alles abnicken vor einer Autorität, weil sie gelernt haben, dass nicht gehorchen und nicht „brav sein“ sehr sehr weh tun kann. Weil man bereits früh gelernt hat, sich nicht selbst zu vertrauen.
Oft ein Traumamechanismus. Leider.

Ich zweifle also gar nicht daran, dass es Fälle gibt, in denen der Therapeut den ultimativen Mist baut und etwas in seine Patienten hineininterpretiert und auch suggeriert.

(Gute Therapeuten allerdings schaffen es, komplett ohne Suggestionen Therapie zu machen!
Ich jedenfalls habe so eine und ich bin dankbar dafür.)

Ich habe ebenfalls meine Zweifel daran, dass die hier als Beispiel herangezogene Patientin zu einem Ritual gerufen wurde, das in aller Öffentlichkeit auf einem gut einsehbaren Friedhof (wie klischeehaft!) abgehalten werden sollte.

Trotzdem kann man hier nur sagen, dass der Herr Dirk Bosse von lediglich einem Fall, den er nun so kennengelernt hat, darauf schließt, dass es immer so sei. (Ich sage nur … der Wurm im Apfel!)
Mit welchem Recht ruft er also dazu auf:

„Hören Sie mit diesem Quatsch einfach auf“

Immerhin sagt er auch, dass man sich seine eigene Meinung bilden soll.
Und ja, ich hoffe zutiefst, dass die Menschen das auch tun. Und nicht blind jemandem folgen, der sich jetzt bloß mit einem Fall, der sich leider auf den ersten Blick als unhaltbar dargestellt hat (aber ja auch nur in dieser einen Situation), beschäftigt hat.

Natürlich ist ritueller Missbrauch schwer nachzuweisen. Und doch, ich glaube daran, dass es sich geheimhalten lässt. So eine Gruppe ist eben nicht „in der Kantine“ und in der Regel werden die Mitglieder ebenfalls zu Tätern gemacht und sind somit erpressbar.
Selbst wenn man also im Büro, in der Kantine oder sonst wo ein Geheimnis über jemanden ausplaudern will, die Methode „Erpressung“ sollte jedem bekannt sein.
Und zweitens: Was man nicht sieht, existiert nicht?
Gut. Hier mein Argument: Bevor die Menschen Mikroskope bauten, glaubte man auch nicht an Bakterien. Die Menschen sind trotzdem daran gestorben.

Ich komme jetzt auf die Mitte seiner „Argumentationsketten“ zu sprechen und zwar die vermeintlichen Schwangerschaften und Kindstötungen.
Herr Bosse argumentiert damit, dass viele Menschen mit einer Schwangerschaft (also der schwangeren Frau selbst) konfrontiert wären, bis das Baby zur Welt kommt, und dass es unmöglich sei, eine Frau 9-10 Monate zu isolieren, damit es keiner mitbekommt.

Aber wer spricht überhaupt davon, dass 9 Monate die Regel sind? Also, dass die Kinder bis zur natürlichen Geburt ausgetragen werden (müssen)?
Die Kinder müssen ja nicht mal unbedingt lebensfähig sein und die Geburt kann provoziert werden.
So sieht man zum Beispiel bis zum Beginn des 6. Monats in der Regel noch nicht sooo viel. Zumindest nichts, das man nicht relativ problemlos versteckt halten könnte.

Außerdem gibt es relativ leicht zu „beschaffende“ Kinder aus dem Bereich der Zwangsprostitution. Hier sind die Zuhälter in der Regel froh, das Problem los zu sein.

Also ist auch diese Argumentation „Kindstötungen finden nicht statt weil…“ unhaltbar, wie ich finde.

Zwischendrin greift Lydia Benecke verschiedene Themenbereiche auf:

Konditionierung:

Ihrer Meinung nach, funktioniert die Konditionierung beim Menschen nicht.

Ansonsten würden doch die Geheimdienste und Armeen dieser Welt das doch nutzen.

Jaja und die normale Weltbevölkerung würde ganz bestimmt davon wissen, oder?

Aber dies

„Sei nicht bekannt und es könnte nicht funktionieren, dass konditionierte (programmierte) Menschen, wie im Film, auf einen Triggerreiz dies das und jenes tun.“

Ach nein? Nicht bekannt? Ein bisschen ist ja bekannt geworden:
Dazu muss man sich in Gefilde begeben wie: MKULTRA (und deren Nachfolgeprojekte), die mit Unterlagen der CIA und anderer Geheimdienste beweisbar sind.

Aber vermutlich gibt es (schon oder in Zukunft?) auch Skeptiker-Vorträge dazu, in dem auch das zur reinen Verschwörungstheorie deklariert wird.

Und mir ist nicht klar, wie ein ganz klassisches, bewiesenes psychologisches Konzept derartig negiert werden kann. Glaubwürdiger wird der gesamte Vortrag dadurch auch nicht.

Denn ebenso, wie Betroffene oft keine Beweise haben, für die „reale Existenz von rituellen Missbrauch“, haben auch die Skeptiker keinerlei Beweise für ihre Thesen!

Weiterhin argumentiert Lydia Benecke mit den „authentischen Schilderungen der Patienten, von denen es ja bewiesenen Fälle gibt, dass die Schilderungen trotzdem nicht stimmen.“
(Hallo! Apfel-Wurm-Theorie!)
Und kommt von diesem Standpunkt aus, direkt auf die False Memory Syndrome Foundation zu sprechen. Allerdings nur in einem Nebensatz, der einem suggerieren soll, dass die False Memory Foundation mittlerweile so weit sei, diese (falschen)  Erinnerungen aufzudecken.

Also ich persönlich misstraue einer „Foundation“ zutiefst, die nachweislich von Tätern erfunden und proklamiert wurde, die den Missbrauch an ihren eigenen Kindern widerlegen wollten.
Eine „Foundation“, dazu gemacht, Täter zu schützen, und die behauptet, dass Verdrängung von schlimmen Geschehnissen nicht möglich sei.
Außerdem:

Underwager wurde unter anderem damit zitiert, dass Pädophilie eine verantwortungsvolle Wahl und Sex mit Kindern als Teil von Gottes Wille gesehen werden könne. Hollida Wakefield sagte in dem Interview, es wäre „nett“ (nice) eine Langzeitstudie mit 100 elfjährigen Jungen durchzuführen, die eine Liebesbeziehung mit Pädophilen haben.
(Quelle: Wikipedia)

Sympathisch oder?
Zudem muss man auch hier sagen, dass die Skeptiker, insbesondere Lydia Benecke, hier wieder etwas heranziehen, das ebenfalls keinen Eingang in die wissenschaftliche Welt gefunden hat!
Und damit im Grunde also auch eine bloße Theorie einiger Fanatiker ist. Wo bleibt denn hier eure Skepsis, liebe Skeptiker?
*

So. dann mal weiter mit dem Video:
Als nächstes gibt es eine Videokonferenz mit einem vermummten, bekennenden Satanisten der „Brotherhood of Samael“, Francis Dollarhyde.
Vermummt deshalb, weil er einen verantwortungsvollen Job ausübt.
Erste Skepsis macht sich bei mir breit. Warum muss man sich vermummen, wenn der Satanismus so harmlos ist, wie er im Laufe des Gesprächs behauptet?
Dies wird lediglich auf die böse böse Verschwörungstheorie zurückgeführt, die ihm das „Leben zur Hölle machen würde, käme es heraus, dass er Satanist ist.“
Man kann sich auf die Art natürlich alles zurechtbiegen.

Seine Aussagen:

“ Satanismus ist keine Religion, sondern eine Philosophie. Das ganze ist auf Individualismus ausgelegt, egal wen Sie fragen, Sie würden wahrscheinlich eine andere Antwort bekommen.
Ich persönlich definiere es so, dass ich mein Leben bestreite, ohne von gesellschaftlichen, ethischen oder moralischen Grenzen eingeschränkt zu sein.“

Individuell heißt doch auch, dass es möglich ist, dass andere Gruppierungen, andere Individuen, das schon ganz anders auffassen als er das tut, oder etwa nicht?

Er schränkt seine Aussage über die genannten Grenzen, von denen er sich nicht einschränken lassen will, ein mit:

„Natürlich halten wir uns an die Gesetze!“

Weil das Leben als Satanist, mit allen Vorzügen, im Gefängnis natürlich nicht mehr möglich wäre.
Und, weil

„Wir nur das leben, was de facto möglich ist.“ (Francis Dollarhyde)

Oh, die Möglichkeiten und die Gesetze sind absolut zweierlei, nicht wahr?
Morde sind keine Verschwörungstheorie. Per Gesetz (christlich und nach dem Strafgesetzbuch) verboten und strafbar, aber dennoch „de facto“ möglich!

Aber der springende Punkt bleibt: Die moralischen, ethischen und gesellschaftlichen  Grenzen werden doch gerade durch unsere Gesetze geschützt und markiert. Welche „Grenzen“ bleiben denn da noch, die so ein Satanist sprengen könnte, währenddessen er gleichzeitig (angeblich) die Gesetze einhält?

Francis Dollarhyde erklärt, dass es sein Hobby sei, Bücher zu dem Thema zu sammeln und in denen würde nie zu Gewalt gegenüber Tieren und Kindern aufgerufen.
Im Gegenteil.

Nachtrag:*
Liber Al vel legis: „Opfere Vieh; klein & groß: nach einem Kind!“
Kein Aufruf zu Gewalt? Gegenüber Tieren und Kindern?
Nachtrag Ende.*

Natürlich nicht. Wer so ein Buch schreiben würde und zu Straftaten auffordern würde, hätte wohl ein massives Problem mit der Justiz.

Nachtrag: „Nicht umsonst schreibt Crowley dann am Ende: „Das Studium dieses Buches ist verboten. Es ist weise, dieses Exemplar nach dem ersten Lesen zu vernichten.“
Nachtrag Ende*

Und letztendlich bleibt sicher hier auch ein großer Interpretationsspielraum.
So, wie es in Aleister Crowley`s „liber al vel legis“ ein Interpretationsspielraum ist, wenn von „Das frische Blut eines Kindes“ die Rede ist. Manche behaupten, es ginge um frische Samenflüssigkeit des Mannes, andere wiederum nehmen das wörtlich.
So, wie es alle Weltreligionen halten.
Die Christen Interpretieren die Bibel anders als die Zeugen Jehovas.
Die Aleviten leben den Islam (Koran) anders als Salafisten, die Schiiten und der IS.
Radikalisierung und Umdeutung ist in einfach jedem Bereich möglich!

Nehmen wir einfach mal an, dass ich dem Francis glaube, dass er und seine Jungs sich nur treffen, um sich

„Interessante Orte anzusehen und zu reden.“

Wie es Lydia Benecke so schön sagt also „Kegeln ohne kegeln“.
Dann ist dies aber immer noch nur eine Gruppe, die sich als Satanisten bezeichnet, die sonst nichts weiter böses im Schilde führt.

Und ist damit ebenfalls, wie alle andere Beispiele zuvor, nicht geeignet, eine Gesamtaussage darüber zu treffen, dass es rituellen Missbrauch nicht gäbe.

Es ist also ein völlig irrelevanter Beitrag zum Thema. Ein Lückenfüller.
Einfach nur ein Beispiel.
(Apfel-Wurm-Theorie)
*

Es folgen im Vortrag an den Haaren herbei gezogene Vergleiche, die zum ultimativen Beweis herangezogen werden, dass es rituelle Gewalt nicht gibt.
Ich frage mich, wie zum Henker man auf die Idee kommen kann, Hollywood (und andere Filmproduktionen) zum Vergleich der Realität heran zu ziehen?
Da kann ich auch gleich beweisen, dass es keine sprechenden Tiere gibt, ein Clownfisch nicht gegen einen Hai siegen kann, dass es Hogwarts gibt, Beamen und Warp-Geschwindigkeit, Zeitreisen….. es macht genau so viel Sinn.

Es ist uns doch wohl allen noch der Zugang erhalten, zwischen Realität und (Hollywood-) Fiktion zu unterscheiden?! Oder könnt ihr das nicht mehr, liebe Skeptiker?

Und Filmproduktionen, zum Beispiel Rosemaries Baby, mit einer Dokumentation einer von rituellen Missbrauch betroffenen Frau (Nicky und die Bärenbande) in eine Reihe zu setzen und damit ebenfalls als Fiktion darzustellen, ist wohl kaum professionell und grenzt meiner Meinung nach an Rufmord/ Verleumdung!
Liebe Nicky, darüber würde ich an deiner Stelle mal nachdenken und einen Anwalt dazu befragen.
Selbiges gilt auch für Frau Hahn und Frau Fliß.

Ganz genauso hanebüchen verläuft der Bogen über Klatschblätter („Gala“), kurz gefasste Zeitungsausschnitte, die in der Kürze der Würze wohl niemals konkret darstellen können, womit sich ganze Bücher befassen.
Popstars, die mit Satanismus provozieren und sich selbst inszenieren, als Beweis dafür, dass das alles Fiktion ist.

Natürlich verkauft sich Provokation gut. Natürlich bekommt man so Aufmerksamkeit, Presse, Geld.
Als Popstar zumindest! Solange es ein Spiel ist.

Als Betroffene/r schaut das ganz andes aus. Da kann man nämlich lange suchen, bis man jemanden gefunden hat, der einem Glauben schenkt.
Und von „Krankheitsgewinn“ kann man nur sprechen, wenn man selbst nie in der Situation gewesen ist, um sich und die Akzeptanz seiner Erinnerungen kämpfen zu müssen.
Wenn man nämlich als Betroffene/r dazu steht, dass es so war, wie es war, steht man oft auf weiter weiter Flur alleine da. Wer will denn unter den Umständen schon etwas mit einem zu tun haben?
Von Gewinn kann hier absolut keine Rede sein!

Resümee:

Also, liebe Skeptiker. Wer ist hier „gutgläubig“?
Ihr, oder die paar Therapeuten, die den Betroffenen ihren Glauben schenken?

Und ich sage hier nicht, dass es keine schlechten Therapeuten gibt, die ihren Patienten etwas suggerieren, das nicht da ist. (Und damit das Leid der Patienten sogar noch vergrößern!)
Ich sage auch nicht, dass es keine Menschen gibt, die eine solche Geschichte aus den unterschiedlichsten Gründen präsentieren, obwohl es nicht zutreffend ist.
Und ich sage auch nicht, dass manche Menschen nicht diese Geschichten unbewusst benutzen, um ihr Leid zu verbalisieren und zu erklären.
Das ist tatsächlich auch mal der Fall.

Aber:

Ich persönlich hätte es schön gefunden, wenn ihr weniger „absolut“ mit dem Thema umgegangen wärt.
Stattdessen tut ihr so, als hättet ihr (und nur ihr) die Weisheit mit der Schöpfkelle zu euch genommen und bestreitet jeglichen Wahrheitsgehalt an der Existenz ritueller Gewalt.


Ich finde es absolut nicht okay, mit einem solchen Vortrag, die Glaubwürdigkeit aller Opfer von rituellem Missbrauch in Frage zu stellen. Ja, sogar so weit zu gehen, nun zu glauben, bewiesen zu haben, dass es so etwas ja nicht geben kann!

Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die dieses Grauen erleben mussten und spielt nur den Tätern in die Hände.

Nun kommt noch ein ganz leise geflüstertes „Aber was will man erwarten von einer Frau, die Täter (auch Sexualstraftäter) therapiert (hat)?

A/Part

22 Kommentare zu „Satanic Panic? Lydia Benecke. Gegendarstellung

  1. Ich verstehe Deine Wut!

    Du kannst es als großen Freundschaftsdienst ansehen das ich diese Frau eine Stunde lang ertragen habe.
    Ich kenne außer Euch Niemanden für den ich mir die angetan hätte!

    U.a. das dieses Thema immer wieder auftaucht sowie eine Reportage die sie NICHT gesehen hat und ein vermummter Satanist sind Beweise das es das nicht gibt?

    Aha.

    Was mich besonders anekelt ist diese selbstverliebte Art wie sie das alles sooo belustigt vom Tisch wischt.

    Und wie sie sich allgemein über psychisch Kranke und Mißbrauchsopfer äußert.

    Irgendwo kam ein Satz in der Art „…wurde als Kind mißbraucht. Aber halt leider nicht von einer Sekte..“

    LEIDER?!

    Mich macht es skeptisch das man sich über so ein ernstes Thema so übertrieben belustigt gibt wenn man versucht es zu widerlegen.

    Ekelhaft.

    Hätte ich es selbst vorher für unwahr gehalten diese abgezogene Show hätte mein Mißtrauen erregt.

    Es tut mir so leid!
    Für Euch, für alle Betroffenen!

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    1. Danke Mia. Auch für das Ansehen.
      Ich habe halt versucht in meinem Beitrag sachlich zu bleiben. Tatsächlich aber stößt mir die Art von der Lydia Beneke auch extrem auf und der Polizist ist leider auch nicht viel sympathischer. Um das mal noch so neutral wie möglich zu schreiben.
      Ich drück dich. Danke für deine Worte.

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  2. Guten Morgen meine lieben Teilchen,

    vorab schonmal mein erster geistiger Erguss zu dem Thema….

    gestern hatte ich keine Zeit das Video anzusehen, werde ich noch nachholen – aber deinen Post gelesen, welcher mich sehr beeindruckt hat. Finde, du hast das sehr professionell hinbekommen! RESPEKT von eurer wissenschaftlich-journalistischen Leistung. Ganz ganz großes Kino!

    Ohne das Video bisher gesehen zu haben, ein paar Anmerkungen meinerseits: Du weißt ja, dass ich schon länger im Netz recherchiere und mich informiere, wobei mir natürlich MKUltra über den Weg gelaufen ist und ich auch so manche Internetseite gesehen habe, die es sich wohl zur Aufgabe gemacht hat, eure Schicksale zu diskreditieren.

    Zuletzt hatte ich den Film „Regression“ gesehen – war am Anfang relativ begeistert, dachte, wow, die nehmen alles in den Fokus was euer Leid so ausmacht … und es kommt zum Schluß raus, dass die Überlebende durch die Regressionstherapie ungewollt manipuliert wurde. Genau wie in deinem Beitrag hieß es dann auch im Abspann, dass niemal etwas in der Art ritueller Missbrauch nachgewiesen werden konnte bla bla bla… da war ich super wütend und froh, dass ich nicht kurz zuvor euphorisch gepostet hab: Leute, schaut mal, da läuft gerade dieser Film. Da ich mich so darüber geärgert hatte, hab ich es gar nicht erwähnt, dass dieser Film lief.

    Glücklicherweise haben mir auch bereits 2 Polizisten bestätigt, dass Sie wüßten, dass es rituelle Gewalt gibt – es also nicht als Phantasie abgetan wird. Dann frage ich mich, ob man Dutroux vergessen hat? … Und erinnere dich an die Geschichte mit den Kindern, die ich mal erwähnt hatte. Leider habe ich dazu noch keine weiteren Infos erhalten – aber es hört sich für mich stimmig an (will da hier nicht explizit machen). Mal abgesehen davon, wenn der rituelle Missbrauch ernst genommen wird, dann wird man hierzu mit Sicherheit nichts nach außen dringen lassen, alleine schon um die Täter allesamt in Sicherheit zu wiegen. Sehen wir ab von involvierten „Institutionspersonen“ in dem Netz des Schwerverbrechens.

    Wie oft ist es vorgekommen, dass in der Klatschpresse Fälle von unentdeckten Schwangerschaften ausgeschlachtet wurden; wenn also eine Schülerin ganz erstaunt ein Baby auf der Schultoilette zur Welt bringen? … also sind unentdeckte Schwangerschaften definitiv existent.

    Dann die Einzelschicksale wie Kampbusch. Keiner wußte von dem Jahrzehnte langen Missbrauch und dem Versteck. Also, unentdeckt bleiben ist möglich.

    Öffentlich ist doch bereits bekannt geworden, wieviele Flüchtlingskinder verschwunden sind. Keiner weiß etwas über deren Verbleib….

    Darknet: Kinderpornographie … wie kommt man wohl an sooooooo viel Material? KANN m.E. nur organisiertes Verbrechen sein… Sicherlich nicht ausschließlich häuslicher Missbrauch. Und von den ebenfalls existenten Snuff-Videos, deren Existenz ebenso infrage gestellt wird – was ist mit denen?

    Und was ist mit den Versuchen, die Mengele in den KZs unternommen hat? Sofern mir bekannt sozusagen „Basisforschung“ für die Mind Control … Und das Thema Schläfer gibt es eh schon lange.

    Und dein Argument der Nichtbeweisbarkeit habe ich selber immer angewandt, wenn es um Homöopathie geht: Man kann es mit (heutigen!) Mitteln nicht nachweisen, was aus der Geschichte heraus (Mikroskop – Bakterien…) nicht ansatzweise bedeutet, dass es damit auch nicht wahr ist. Welche unglaubliche Arroganz der Menschen!

    Eine Grundeinstellung von mir: ALLES grausige, was sich der Mensch so ausdenken kann, das werden auch die mit der größten kriminellen Energie ausgestattete und sadistisch geprägte Menschen ausführen. Das ließ sich in der Vergangenheit schon oft beobachten. Nun, es ist ein hinkender Vergleich und er soll bitte, bitte auch nicht devaluierend für die eine oder die andere Seite sein: Genozide – Wie pervers ist die Auslöschung einer ganzen Rasse? Wer hat die Vernichtungsmaschinerie im dritten Reich erdacht? Und wiiiiie viele Menschen haben nichts davon gewußt bzw. wollen es nicht wissen? Negieren macht also ungeschehen, unmöglich? Traurig, ganz ganz traurig!

    Irgendwann wird man umdenken müssen. So wie ich gelesen habe, geht man davon aus, dass sich die DIS Diagnosen stark erhöhen werden, und dann muss man sich fragen, wie es zu einem solchen Anstieg der Diagnosen kommt. Nicht inbegriffen die falsch-diagnostizierten Fälle. Man geht davon aus, dass im Zuge des organisierten Verbrechens dieses Folterprogrammierung ausgeweitet wird und Opferzahlen sich erhöhen. Und dieser Vermutung tritt man dann mit einer solchen Argumentation entgegen????? Das ist fahrlässig und grenzt an unterlassene Hilfeleistung!

    Es gäbe noch mehr zu sagen, mir fällt grad nur nicht mehr ein. Merkt man es mir an? Ich bin in Rage….

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  3. Ich regte mich auch gewaltig über den Film „Regression“ auf, vor allem, weil im Vorspann von wahren Begebenheiten die Rede ist. Ich wollte auch ein Artikel zu schreiben, weil ich recherchiert hatte und diese angeblichen wahren Begebenheiten so nicht annähernd existieren.
    Nun ja, meine Thera versuchte mich zu beruhigen, und den Zweiflern unter uns den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es gibt eine Gegenlobby. Es wird alles in den Dreck gezogen mit purer Absicht.
    Ist doch praktisch wenn keiner den Opfern glaubt, das gibt noch mehr Sicherheit schön weiter zu machen, immer bizarrer und Risiko loser. Selbst hoch bekannte Personen können ihren Abartigkeiten nachgehen ohne Angst im Nacken, einfach nur praktisch! (Achtung Sarkasmus pur!)
    Und dem System ist es recht, so kann man sich auch weiterhin vor Verpflichtungen drücken.

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  4. Hallo zusammen! 😊

    Über Paulines Beitrag zum Vortrag bin ich jetzt hier. Denn mich interessiert natürlich, wie DIS-Betroffene ihn beurteilen. Dazu möchte ich anmerken, dass ich sowohl DIS-Betroffene, als auch Skeptikerin und wie Lydia Benecke Mitglied der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP) bin. Nach langer Therapie und Fortschritten bin ich nicht mehr gleichermaßen betroffen wie früher. Mir liegt es am Herzen jedoch auch diese Perspektive mit einzubeziehen.

    Da ich mich schon bei Pauline geäußert habe, möchte ich nicht auf jeden Punkt einzeln eingehen, drei sind mir aber sehr wichtig: 😊

    Wir Skeptiker orientieren uns aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven mitdem, wofür es objektive Beweise gibt und wofür genau nicht. Was wir nämlich durchaus sagen, ist, dass es Missbrauch in unterschiedlichen Sekten gibt. Nur lässt sich dieser nicht ewig geheimhalten. In der Tat, eine Sekte, in der so etwas passiert ist keine Kantine und ich kann nachempfinden, dass dir der Vergleich nicht gefällt. Es ist zutreffend, im Interview, das während des Vortrags gezeigt wurde, geht es um einen einzelnen konkreten Fall, der als Beispiel diente für vergleichbare Fälle. Dirk Bosse hat sich während der aufwendigen Ermittlungen mit konkreten anderen bisherigen Ermittlungsverfahren beschäftigt.

    Das Interview von Dirk Bosse ist auch vollständig in der neuen Ausgabe unserer Zeitschrift, dem Skeptiker zu lesen. Francis Dollarhyde hat dafür auch noch mal ein Interview gegeben, was ausführlicher ist.

    Nun, es gibt Therapeutinnen, wie du selbst weißt, die in dieser Hinsicht nicht so professionell arbeiten, wie dies geboten wäre. Es liegt in deren Verantwortlichkeit, wenn sie solche Fehler machen und ich möchte da nicht Menschen die Schuld zuschreiben, die dann in der Therapie nachgeben und sich innerlich nicht abgrenzen und können und eine andere Therapeutin suchen.

    Nun zu dem ganz sensiblen Thema falscher Erinnerungen, ich verstehe durchaus, dass du das so verstanden hast, weil Lydia Benecke von false memories sprach. Daher kann ich deine Aufregung nachempfinden, dir aber versichern, dass weder Lydia Benecke, weitere Skeptiker und auch ich in keinerlei Verbindung mit der von dir genannten Stiftung stehen. Der Begriff „False Memory Sybdrome“ wird heute von Wissenschaftlern nicht verwendet, sondern wurde von dieser privaten Stiftung geprägt. So möchte ich daher darauf hinweisen, dass sich die im Vortrag genannte Skeptikerin und Forscherin Dr Julia Shaw in ihrem Buch „Das trügerische Gedächtnis“ ausdrücklich von diesem nicht wissenschaftlichen Begriff und von der Stiftung distanziert. Heute, im Gegensatz zu vor Jahrzehnten , weiß man durch die wissenschaftliche Forschung mehr darüber, wie unser menschliches Gedächtnis funktioniert und wie es nicht funktioniert. Das ist in unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens von Bedeutung und hat schon deshalb gar nichts mit einem Syndrom, also etwas Krankheitswertigem zu tun. Früher dachte man, das Gedächtnis Erfahrungen speichert wie eine Aufnahme, die zu späterer Zeit unverändert und gleichbleibend als Erinnerung abrufbar ist. Das hat sich im Laufe der Jahre als Irrtum herausgestellt. Tatsächlich ist es so, dass unser Gedächtnis konstruiert und rekonstruiert. Erinnerungen sind leider so auch beeinflussbar. Es ist erwiesen, dass es Befragungmethoden gibt und therapeutische Techniken, die die Wahrscheinlichkeit falscher Erinnerungen erhöhen. Leider arbeiten aus wissenschaftlicher Sicht nicht alle Therapeuten mit der gebotenen Vorsicht, die komplex traumatisierte Menschen begandeln. Dafür gibt es auch weitere Beispiele. Michaela Huber nennt mehre in ihrem Buch „Viele sein Ein Handbuch“, das du bestimmt kennst als DIS-Betroffene. Zu den groben Fehlern kann z.B. gehören, zu schnell Traumata aufdecken zu wollen. Auch das darf nicht passieren. Nur als ein anderes Beispiel. Wir Skeptiker und Lydia Benecke ist selbst Psychotherapeutin, denken an die Menschen, die durch mögliche therapeutische Fehler gehindert werden ihre wirklichen traumatischen Erfahrungen zu bewältigen. Du magst sagen, du würdest dann weggehen, wenn du das bemerkst. Da möchte ich anmerken, dass das nicht immer so offensichtlich ist für jeden Menschen, der in Therapie kommt und Hilfe sucht, obmit oder ohne DIS. Ein Vorgehen im Auftreten, wie es Dirk Bosse beschrieb, lässt mehr als zweifeln an der Professionalität der Therapeutin. Ich denke, auch du findest es erforderlich, dass ausgebildete PsychotherapeutInnen verantwortungsbewusst arbeiten und ihrer Arbeit gewachsen sind. Auch Michaela Huber schreibt in dem o.g. Buch über mögliche Gründe, warum das nicht nicht bei allen der Fall ist, die Menschen mit komplexen dissoziativen Störungen behandeln wollen. Sie beschreibt die Teilnehmerinnen ihrer Fortbildungen, zu denen Psychologen, Berater (Soziale Arbeit, Betreung etc.), Psychiaterinnen und Heilpraktiker für Psychotherapie gehören, als insgesamt selbst mit traumatischen Erlebnissen, die auf unterschiedliche Weise darauf reagiert haben. Nicht alle, ist in diesem Buch zu lesen, sind längst selbst so weit mit ihrer eigenen Geschichte. Das kann für traumatisierte PatientInnen und KlientInnen dann von Nachteil sein. Michaela Huber wird dann schon deutlich, es ist zu vermeiden, dass Menschen nicht die professionelle Hilfe erhalten, die sie benötigen.

    Wir Skeptiker klären darüber auf, dass es Therapeutinnen gibt, die in ihrer Arbeit mit DIS-Betroffenen, das gilt auch nicht weniger bei Betroffenen der DDNOS, Fehler machen, die für diese Menschen langfristig Fehler machen. Wir teilen nicht unbedingt alle Ansichten von Michaela Huber. Dennoch hat sie im Laufe der Jahre mehr Bücher geschrieben als als, was sie 1995 veröffentlicht hat und welches immer wieder mal kritisiert wird. Ich selbst sage, man muss da differenzieren und sich neuere Bücher und Artikel ansehen. Schließlich hat sich ganz viel getan in der Forschung und so ist es mehr und mehr möglich, die komplexe dissoziative Symptomatik zu verstehen. Das sage ich auch Beraterinnen. Warum auf ein Buch zurückgreifen, das mehr als zwanzig Jahre alt ist, wenn es um eine psychische Störung geht. Sie hat längst neuere Bücher veröffentlicht und sie ist nicht die einzige. Mich ärgert, wenn Beraterinnen das nicht hören wollen und auch in Diskussionen zum Thema des Vortrags sage ich das. Es geht um das Wohl der Menschen, die Hilfe suchen, auch wenn sie unter komplexen dissoziativen Störungen und/ oder Persönlichkeitsstörungen aufgrund schwerer traumatischer Erfahrungen leiden.

    Was wir als Skeptiker übrigens klar sagen, es gibt nachweislich Missbrauch und Misshandlungen in Sekten, so war das bei der Thelema Society z.B. und das konnte nicht geheim gehalten werden. Jedoch, gerade weil uns das interessiert, welches Leid Menschen anderen Menschen zufügen, intetessiert uns das und einige recherchieren auf diesem Gebiet seit Jahren. Es geht es nicht darum Thesen aufzustellen, sondern wir prüfen und das jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven, wofür es objektive Beweise gibt und wofür nicht.

    Dann gibt es neben den false memories etwas, wo es mir auch am Herzen liegt genau zu sein und ggf. aufkommende Fragen zu beantworten. Es ist unter Skeptikern wohl eher ungewöhnlich, sich bei einem solchen Thema als Betroffene einer Störung zu erkennen zu geben öffentlich und auch dies als eine weitere Perspektive offen einzubringen zu dem Thema. Komplexe Dissoziative Störungen wie DIS und DDNOS sind zwar sicher schwerwiegende Traumafolgestörungen, was bei anderen Menschen zu unterschiedlichen Reaktionen führen kann. Das reicht von Faszination, über Entsetzen, mangender Sachlichkeit, Spott und es gibt noch immer alte Fehlannahmen, die Betroffene hinderlich sind. So liegt es mir nicht nur als Skeptikerin, sondern als Betroffene sm Herzen, dass diese Störungen und so auch die DIS sachlich dargestellt wird und solche Informationen zur Verfügung stehen anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse, die für Betroffene selbst und ihre Angehörigen unmittelbar von Nutzen sind, aber auch geeignet sind Fehlannahmen entgegenzuwirken. Damit sage ich nichts gegen persönliche Seiten, im Gegenteil. Denn wer kann das Erleben der Symptomatik eher verstehbar machen, als Betroffene selbst. Was ich jedoch wichtig finde, dass es beides gibt, so wie bei anderen psychischen und eben Traumafolgestörungen auch.

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    1. Liebe Monika Kreusel.
      Ich danke dir herzlich für deinen aufschlussreichen Kommentar.
      Nun aber mal Klartext:
      Ich finde es, nach dem Video der Skepkon und den Diskussionen auf facebook via DLF etc. einen Hohn, zu behaupten, es ginge euch und dir nur darum, dass DIS Betroffene adäquat behandelt werden.
      Denn wenn das die Intention zum Satanic Panic Vortrag war, würde ich sagen „Thema verfehlt. Setzen, 6“.
      Grundsätzlich stimme ich deinem Kommentar absolut zu. Es braucht professionelle Therapeuten, um schwer traumatisierte Menschen zu behandeln und ihnen nicht weiter zu schaden, sehe hier aber absolut keinen Bezug zum Vortrag „Satanic Panic“ der SkepKon.
      Du möchtest jetzt nicht wirklich behaupten, dass dies die Intention des Vortrags war?
      WIE? Ich frage dich jetzt, WIE wird den Betroffenen von rituellen Missbrauch nun mit diesem Vortrag und dem Fazit daraus geholfen? Richtig, gar nicht.
      Als wäre es als DIS Betroffener im Allgemeinen und im Besonderen als Betroffener von rituellem Missbrauch schon generell einfach, dass einem Glauben geschenkt wird. Und was macht ihr? Einfach mal darstellen, dass es rituellen Missbrauch nicht gibt. Gar nicht. Verschwörungstheorie, alles Bullshit. DAS ist alles, was man daraus versteht.
      Das wird also den Betroffenen total helfen, weil es nun wieder einmal mehr Vorurteile geschürt werden und pseudoprofessionelle „Beweise“ herangezogen werden, warum es rituelle Gewalt nicht gibt. Gar nicht. Nie nicht. Und wenn, dann sind es bedauerliche Einzelfälle die ja gaaaaaanz gewiss ans Licht kommen.
      Hinweis auf aufgedeckte und verurteilte Fälle: https://www.infoportal-rg.de/?page_id=516
      Klar, ihr Skeptiker werdet mit eurer „Recherche“ natürlich mehr erfahren als erfahrene Ermittler, die auch oft genug an ihre Grenzen stoßen. Und erzähl mir jetzt nicht, das läge daran, dass es nichts zu finden gibt.
      Und du, als DIS Betroffene, hast sicher in deinem Leben auch schon die Erfahrung gemacht, dass jemand deine Erkrankung niedergeredet hat, dir nicht glauben wollte, dir dumme Sprüche reingedrückt hat und so weiter. Wie hast DU dich denn da gefühlt? Hast du das vergessen?
      Du führst es doch selbst an, dass solch ein Verhalten stattfindet und nun machst du dasselbe.
      WO wird im Vortrag die DIS sachlich dargestellt? Wenn, ja doch nur mit einem zörgerlichen, von einem süffisanten Lächeln begleiteten „Jaaahhh die DIS, die gibt es schoooon aber… da ist die Forschung ja auch noch dran….“ von Lydia Benecke.
      Was, nach meinem Geschmack ebenso darauf hindeuten kann, dass auch hier bald die Forschung sagen könnte „gibt es nicht“.

      Wie sollen sich nun also sämtliche Betroffene von rituellen Missbrauch fühlen?
      Wie soll ein solcher Vortrag dazu führen, dass mehr davon aufgedeckt wird, wenn sich Betroffene dadurch mundtot gemacht fühlen und wieder weiter aus Angst schweigen, weil ihnen ja sowieso keiner glaubt?
      Jeder Betroffene von Missbrauch, egal in welchen Bereich, hat früher gehört „niemand wird dir glauben“ und ihr macht daraus einen FAKT.
      Das kann doch wohl nicht wahr sein! Was ihr da macht, nützt den Tätern und keinesfalls den Betroffenen. Und deshalb kann ich so manche Reaktion, die euch als Tätersympathisanten betiteln, durchaus verstehen. Würde aber selbst nicht so weit gehen. Weil ein Teil von mir immer noch hofft, dass ihr einfach gar nicht bemerkt, was ihr da anrichtet.
      Wie erklärt ihr euch denn die fast weltweit ähnlichen Berichte von Betroffenen?
      Von Dingen, die nirgendwo aufgeschrieben wurden, von denen aber Therapeuten berichten, dass es so ist. Wo Werkzeuge detailliert beschrieben werden können und sich ähneln, wo Triggerreize zum Abruf von Innenpersonen gleich sind?
      (Ich verweise hier gerne mal auf die Greenbaumrede.) http://www.multicorner.de/frmcontents/programmiertes/prg06_greenbaum.htm
      Alles eingeredet von einem „kleinen Kreis von Therapeuten“? Alles nur ausgedacht? Alles nur Aufmerksamkeitsgeheische? Kontextualisierung von Leid?
      Wie ist es mit MIR persönlich? Denn ich nehme das (auch) persönlich! Bin ich nicht glaubwürdig mit dem, was ich hier erzähle? Weil ich keine Beweise besitze bzw. die, die ich habe, nicht gerichtlich verwertbar wären?
      Weil es rituellen Missbrauch eben nicht gibt?
      Ich bin also in euren Augen auch nur eine von denen, die sich da entweder hat was einreden lassen, oder die sich etwas einbildet, um ihrem Leid eine Geschichte zu geben.
      Und das allein ist eine Frechheit. Und dann damit zu begründen, ihr würdet ja nur wollen, dass den DIS Betroffenen besser geholfen wird, um nun auf uralte Bücher von Michaela Huber auszuweichen, die nach neueren Erkenntnissen doch längst neu und anders geschrieben wurden, ist einfach nur noch eine bodenlose Frechheit.
      Entschuldigung aber ich bin nicht blöd. Ich konnte sehr wohl lesen und hören, was da in dem Vortrag durch Lydia Benecke von sich gegeben und dadurch stellvertretend offensichtlich für alle Skeptiker steht, und das ist alles andere als das, worauf du nun ausweichst.
      Und sich nun meiner Meinung nach damit herauszuwinden, dass es um etwas ganz anders ging, obwohl das Fazit dieses Vortrags klar und eindeutig nicht misszuverstehen war.

      Vergleichen wir doch mal: Kinderpornografie ist Fakt! Viele davon schwirren wohl durch die Weiten des Internets? Und wieviel davon wird aufgedeckt? Wieviele gequälte Kinder und Kinder, die Erwachsene geworden sind, wurden dafür benutzt und wie vielen der Hersteller der Filme wurde der Prozess gemacht?
      Auch nur bedauerliche Einzelfälle oder doch ein größeres Geschäft, das sehr wohl auch geheim gehalten werden kann?

      Warum den Therapeuten Gruppengeglucke und gegenseitiges Zitieren vorwerfen, wenn ihr doch gerade nicht anders tut als Leute zu zitieren, die in eurem Sinne schreiben und denken?
      Und nebenbei alle Betroffenen unter Generalverdacht der Lüge und der Einbildung zu stellen?

      Und wie ist das mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass das Gedächtnis sich irren kann? Auch hier nehmt ihr nur das heran, was euch gelegen kommt.
      Ja, das Gedächtnis kann sich irren. Eine Erinnerung ist fast nie 100 prozentig genau.
      Ist mir bekannt. Sie kann auch grundlegend falsch sein, muss aber nicht. Nur, weil sich ein Gedächtnis irren kann, heißt das auch wieder noch lange nicht, dass es das auch genau dort tut, wo es euch gerade genehm ist!
      Es kann genauso gut im Groben korrekt sein und sich in Details irren.

      Ihr seid arrogant, liebe Skeptiker. Ihr glaubt mit euren Recherchen dem ganzen auf den „Grund gekommen zu sein“ und dann wollt ihr euch aus der berechtigten Kritik an dem Vortrag damit herauswinden, nur das „Beste für DIS Patienten zu wollen“, um dann alles mit fachlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu untermauern, die zutreffen können, aber eben nicht müssen.

      Ein gutes Beispiel zum Thema Gedächtnis und Erinnerung:
      Im Gegensatz zu Julia Shaw geht zum Beispiel Frau Gabi Breitenbach in dem Buch „Innenansichten dissoziierter Welten extremer Gewalt“ explizit auf den Wahrheitsgehalt von Flashbacks ein.
      Ich zitiere:

      „Wenn wir Erklärungen und Zuordnungen vornehmen, kann es sein, dass wir Täuschungen unterliegen. Völlig anders verhält es sich bei den komplett dissoziierten Innenpersonen. Sie unterliegen in ihrem dissoziierten Bewahren von Erfahrungen keinen Täuschungen. Was in dissoziierten Zuständen berichtet wird, ist genauso abgespeichert worden, wie es als geschehen erlebt wurde…“
      Und weiter:
      „Dissoziation ist ist die Unmöglichkeit, zusammengehörende Sinneseindrücke als komplettes Narrativ zusammenzufügen und so im Gedächtnis aufzubewahren. Aber gerade das fehlen des Zusammenhangs und die Speicherung für künftige Notfallsituationen sorgt dafür, dass unveränderlich abgespeichert wird.“

      Dies bedeutet eben dann auch, dass gerade ein Flashback solch unveränderliches, dissoziiertes Materiel ist und damit auch unverfälscht auftaucht.
      Wo man Fehler machen kann, ist später bei der Zuordnung!

      Was aber, wenn Flashbacks eindeutig sind?

      Frau Breitenbach setzt sich in ihrem Buch in einem ganzen Kapitel mit dem Thema „Wahrheit, Lüge, Täuschung, Erfindung“ mit eben jenen Themen sachlich und wissenschaftlich auseinander.
      Jedoch ohne zu leugnen und derart absolut damit umzugehen, wie ihr das tut.
      Eine wahre Empfehlung von mir an euch.

      Man kann sich eben nicht nur die Literatur heranziehen, die einem gelegen kommt.

      Natürlich wünsche ich mir als Betroffene adäquate Therapie und Unterstützung!
      Aber vor allem wünsche ich mir auch ohne gerichtlich verwertbare Beweise, dass man mir glaubt! Und das gilt nicht nur für meine Therapeutin, sondern auch für die Welt im Allgemeinen.
      Haltlose Verallgemeinerungen stehen dem da absolut entgegen.

      Jede/r Betroffene, den/die ich kennengelernt habe, einschließlich mir selbst, ist lange und immer wieder geneigt, sich selbst, die Erinnerungen und die Flashbacks infrage zu stellen und lieber auf eine (andere) Diagnose zu hoffen, die die Symptome erklärt, ohne so viel schlimme Gewalt erfahren haben zu müssen.

      Und ja, wie schon gesagt, es GIBT Therapeuten, die übereifrig sind, die zu viel interpretieren und umdeuten und suggerieren. Das ist nicht in Ordnung.
      Und ich stimme auch nicht jedem Fachmenschen aus der Richtung zu und nicke einfach alles ab, das da publiziert wird. Aber alle sind noch am lernen, und Fehler sind menschlich. (Bezug zum Beispiel auf das alte Buch von Frau Huber, in dem noch schnelle Aufdeckungsarbeit gefordert wird)
      Das ist doch genauso wie vor Jahren, als es noch hieß, dass Eier ungesund sind. Und neuere Erkenntnisse etwas anders behaupten und in 10 Jahren wahrscheinlich schon wieder ganz anders aussehen.
      Ich persönlich bin jedenfalls trotzdem dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die sich mit dem Grauen „ritueller Missbrauch“ auseinander setzen und versuchen zu helfen. Und es gibt die, die das schaffen zu arbeiten, ohne falsche Erinnerungen zu produzieren, zu forcieren und dissoziiertes Material falsch zu deuten.
      Dazu gehören auch einige von jenen, die von euch angeprangert wurden.

      Hilfreich ist nämlich leider auch nicht, den Betroffenen generell zu unterstellen, dass sie lügen, sich etwas einbilden oder eingeredet bekommen haben!
      Und auch nicht, ihr Misstrauen gegenüber Therapeuten noch zu schüren.
      Und erstrecht nicht, der Menschheit im Allgemeinen mitzuteilen, dass diese Dinge, von denen wir berichten, grundsätzlich nicht geschehen sein können, weil IHR keine Beweise dafür finden konntet.
      Helfen sieht anders aus!

      Und im Gegensatz dazu habt ihr ebenso keine objektiven Beweise dafür, dass es zum Beispiel nicht stimmt, was Nicky in ihren Dokumentationen berichtet. Trotzdem zieht ihr sie in den Dreck.
      Und wenn wir da schon beim Thema „davon profitieren“ sind, Lydia Benecke profitiert doch auch eindeutig (in Hinsicht auf Ansehen und finanziell) von ihren Publikationen und Vorträgen. Ist sie deswegen auch per se unglaubwürdig? So wie sie das auch Nicky unterstellt?

      Nur weil sowohl du, Monika als auch Lydia Benecke, Psychologie studiert habt, macht euch das noch lange nicht zu besseren oder schlechteren Menschen und/oder Therapeuten als alle anderen. Und auch nicht zu allwissenden.
      Und ich finde, jemand, der generell alles, das noch nicht bewiesen ist (für das es aber mehr als genug Indizien gibt) ablehnt, ist meiner Meinung nach genauso schlimm (inkompetent, arrogant und schädlich für Betroffene..) wie jene, die zu schnell zu viel wollen oder überinterpretieren.
      Denn wo, in diesem Vortrag ist auch nur einmal zu hören, dass ihr daran glaubt, dass es rituellen Missbrauch wirklich gibt, wie du behauptest, dass es so wäre?

      Und ich bin mir nicht sicher, ob es nun so ungewöhnlich ist, dass du dich selbst als „nicht mehr ganz so Betroffene, Betroffene“ äußerst. Wer sich im Bereich DIS in der Internetwelt herumtreibt, kennt deinen Namen doch schon seit vielen Jahren. Da kann ich zumindest für mich sprechen.
      Und weiß nicht, warum das ein Argument für irgendetwas sein sollte.

      Und auch die „ Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP)“ gibt euch nicht mehr Kompetenz.
      Denn nahezu jeder kann sich einen Verein eintragen lassen.
      Zum Beispiel die Scientologen erklären sich auch zu einer Wissenschaft.
      „Die erste wirkliche Anwendung wissenschaftlicher Grundsätze unter Einbeziehung von Vernunft und Logik zur Erreichung von Erkenntnis auf spirituellem Gebiet“.
      Die häufige Nennung von „wir Skeptiker“ lässt euch als Glaubensgemeinschaft erscheinen.
      Damit habe ich zwei Probleme: Was soll es beweisen, wenn du dich auf die Skeptiker als Ganzes berufst? Sind die Skeptiker als „Ganzes“ überhaupt kompetent, über dieses Thema wissenschaftlich zu urteilen? Oder suchst du sozusagen hier auch nur den Schutz des Rudels?
      Und zudem stelle ich noch die Frage, ob es denn legitim ist, für alle Skeptiker zu sprechen? Gibt es bei euch denn keine Individualität und Einzelmeinungen?
      Genauso stoßen mir deine suggestiven Sätze auf, mit denen du mir sagen willst, dass ich als Betroffene ja dieses uns jedes doch genauso sehen müsste!

      Liebe Grüße

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  5. Dieser Beitrag von dir ist mir bis vorhin irgendwie durch die Lappen gegangen und ich bin heilfroh, dass ich ihn doch noch gelesen habe. Mir fehlen einfach die Worte und mehr als ein ‚Danke für deinen Text‘ kriege ich gerade nicht hin…

    Gefällt 1 Person

  6. hallo liebe A/Part :)

    ich habe heute durch ein Forum das Video gefunden und anschließend nach dieser Organisation (und speziell nach der Benecke) recherchiert… wie immer.

    Ich habe es geschafft, mir dieses Video von Anfang bis Ende anzutun. Ich bin gerade zu erschöpft, um über Benecke & co. und diese Organisation zu schreiben, die nach meinem Empfinden selbst eine Verschwörung ins Leben rufen und es Opfern von Gewalt wahnsinnig schwer machen, sich Hilfe zu holen.

    Ich merke gerade… ich habe gar keine Zeit mehr um das alles zu schreiben, was mir auf dem Herzen liegt. Ich hole das im Laufe des Tages nach.

    LG
    Mi

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  7. Ohh mist, liebe A/Part! Tut mir so leid! Irgendwie ist das hier ganz untergegangen! Ich weiß leider auch gar nicht, was die Worte waren, die uns noch auf dem Herzen lagen :-( Es tut mir w.i.r.k.l.i.c.h leid!!! Ich weiß nicht, wer aus Ich dir dazu etwas sagen wollte, aber ICH kann dir sagen, wie ich empfunden habe, als ich das alles mitbekomme habe.

    Ich habe deine Kommentare gelesen und die der Leute, die dann kommentierten. U.a. auch von dieser einen … Monika(??) die ja auch multipel ist und hier auch kommentiert hat.

    Die von den anderen, vor allem von diesen mit den Doktortiteln und der einen Frau. Sie haben mich SO wütend gemacht! So sehr! Am liebsten hätte ich durch den Monitor gegriffen und sie alle geschüttelt. Diese Leute jagen mir Angst ein! Sie jagen mir SEHR VIEL ANGST EIN! So sehr, dass wir uns in der Therapie kurz gar nicht mehr trauten irgendwas zu sagen!!! Wir waren wie gelähmt vor angst, weil aus irgendeinem Grund waren so laute Gedanken im Kopf die die ganze Zeit fragten: „Kennen sie die Täter? Kennen sie die Täter? SIND SIE SELBER TÄTER? WARUM VERBREITEN SO SOLCHE LÜGEN???“ Jeder gesund denkende Mensch und jeder, der mit offenen Augen und Ohren herum läuft WEIß, dass diese organisierte, rituelle Gewalt EXISTIERT und sie NICHT bloß ein Kontrukt der Fantasie sind! Es gibt genug Beweise, es dauert eben nur, sie zu finden und zu erkennen!! Ich finde es beinahe schon krank, wie sie sich da hinstellen und eine Stunde lang die Menschen davon überzeugen wollen, dass es das NICHT GIBT. Es hat uns so fassungslos gemacht, dass wir erstarrt waren vor Schreck.

    Wir hörten von so vielen Seiten so viel Positives. Nämlich, dass es endlich Beratungsstellen und Fortbildungen UND UND UND gibt, die Menschen helfen wollen, die Opfer von ritueller Gewalt geworden sind.

    Es redet ja keiner davon, dass es ausschließlich satanische rituelle und organisierte Gewalt ist!!!!!! WIR waren sicher nicht in einer satanischen Gemeinschaft. Das weiß ich ganz sicher. Und diese Leute die da reden haben sich ja ausschließlich auf den satanischen Kult fixiert. Es gibt aber andere Sekten/Gemeinschaften… oder bei uns nannten sie sich auch gerne „Familien“… die nichts mit dem Satanismus am Hut haben und DOCH GIBT ES DIESE RITUELLE UND ORGANISIERTE GEWALT AUCH OHNE ZUSAMMENHANG DES SATANISMUS! Wie können sie so eingeschränkt sein?? Und dann versuchen sie in den Kommentaren mit ihrer ausgeklügelten Grammatik und den Dr.-Titeln sich als total ausgeglichen und bodenständig und vernünftig darzustellen. HEY JA KLAR REGEN SICH DA OPER VON RITUELLER GEWALT AUF UND WERDEN AUSFÄLLIG!!! Auch mir gingen so viele Hasstiraden und Beschimpfungen durch den Kopf!! Und das nicht aus WUT sondern aus ANGST! Wir hatten SOLCH eine Angst, als wir dieses Video angeschaut haben, dass ich sie jetzt noch spüre wenn ich daran denke.

    WEIL SIE DIE TÄTER DECKEN!!!!!!!!!!!!!

    Wir haben das Video einer Psychologin unseres Vertrauens durchgeschickt. Sie kannte das schon (sie macht auch schon lange Fortbildungen zum Thema DIS und rituelle Gewalt usw. kennt auch die Huber und die Weber und war oft unsere letzte Anlaufstelle, wenn wir nicht mehr weiterwussten). Sie war stinkwütend über dieses Video und auch unsere jetzige Therapeutin sprachen wir darauf an. Ich kann mir leider nicht mehr erinnern, wie sie reagiert hat oder was sie gesagt hat. Ich weiß nur, dass sie… ich glaube nicht deren Meinung war und auch etwas erschrocken darüber war (will aber nicht meine Hand dafür ins Feuer legen).

    Ganz einfach: Diese Benecke und die ganzen anderen die da redeten machen uns eine Schießangst. Weil hier jetzt diese Panik besteht, dass sie sowas wie Steine in den Weg legen, um auszusteigen…. als würden sie… verhindern dass das jemals polizeilich untersucht wird. Und ganz ehrlich? Nach dem Video trauen wir uns nicht einmal mehr darüber NACHZUDENKEN, unsere Täter nach dem Ausstieg anzuzeigen…………………..

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    1. Hallo Mi.
      Und danke für deinen Kommentar. Besser spät als nie, oder? :-)
      Ja, du hast natürlich recht. Es macht -auch- Angst.
      Aber seien wir mal realistisch…ich versuche es so zu denken: Es ist im Grunde nichts anders als eine Verschwörungstheorie. Und ich hoffe und bete, dass die Reichweite einer solchen doch sehr begrenzt ist.
      Es gab schon immer sehr viele Menschen – auch in entsprechenden Institutionen – die dies noch glauben wollten und nicht glauben werden.
      Aber dagegen stehen viele andere Institutionen, die dagegen ankämpfen und die uns Glauben.
      Anzuzeigen war schon immer ein steiniger und schwerer Weg und ist so oder so immer gut zu überlegen. Auch in Hinsicht auf die eigene Retraumatisierung.
      Ich wünsche dir und euch viel Kraft für den Weg und Menschen, die euch beistehen.
      Viele liebe Grüße

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      1. danke liebe A/Part… ich versuche auch immer daran zu glauben, dass es Menschen gibt die glauben und helfen wollen………… leider kennen wir aber zum Beispiel bloß eine zu der wir schon seit 6 Jahren Kontakt haben… und seitdem bei uns so viel aufbricht, hat irgendein Ich aus Ich den Kontakt abgebrochen…. wir haben so gut wie gar keinen Kontakt mehr……… ich schaffe es auch nicht, ihn wieder herzustellen. Sobald ich denke, sie wäre jetzt die letzte Anlaufstelle, hindert mich wieder irgendwas daran mich an sie zu wenden… :( das einzige was ich hoffe ist nur, dass alles irgendwann endlich gut wird. Man verlangt doch nicht viel, oder? Es sind echt nicht viele Dineg die ich mir wünsche. Ich möchte nur keine so massiven Einnerungslücken, möchte Einigkeit und Kompromisse… und das Lindern von Symptomen.. wie diese Flashbacks oder Starren oder Phantomschmerzen. Mehr wünsche ich mir nicht, aber irgendwie ist da immer das Gefühl, als wäre das alles mit etwas viel Größerem verbunden, was unsichtbar und nicht erreichbar ist.

        Manchmal fühlen wir uns sehr ohnmächtig. Vor allem wenn wir solche Verschwörungstheorien über Dinge finden, die uns noch mehr mundtot machen, als wir sowieso schon sind.

        Vielleicht versuche ich das heute bei unserer aktuellen Thera anzusprechen.

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        1. Hallo Mi.
          Grundsätzlich gerne, ja.
          Vielleicht nimmst du dann „Halbwahrheiten, Lügen und Matsch“ auch gleich mit, der gehört dazu.
          Was mich allerdings verstört ist, dass ich nur sehe, dass du deine Seite gelöscht hast…?!
          Ich würde ja schon gerne mal schauen.
          Liebe Grüße

          Gefällt 1 Person

  8. Hallo A/Part,
    Erst vor kurzem bin ich auf Euren Youtube Kanal aufmerksam geworden…und dann natürlich auch auf diesen Blog, den ich höchstinteressiert verfolge….warum? Wahrscheinlich, weil ich mir nicht in meinen kühnsten Träumen diese Situationen vorstellen kann, noch vorstellen möchte! Ich bin zum Glück keine Betroffene, schenke Dir aber trotzdem meine volle Aufmerksamkeit , weil ich finde, dass Ihr Aufmerksamkeit verdient!
    Gerade habe ich mir dieses Video reingezogen…und ich muss sagen, ich bin ENTSETZT, wie eine Frau Benecke und alle anderen, die an diesem Video gearbeitet haben, rituelle Gewalt sooo dermaßen ins lächerliche ziehen können!!!!
    Wer bitte denkt sich denn solche Ereignisse aus? Und dann am besten nur, um davon zu profitieren!?!
    Wie krank sind die eigentlich, dass sie Betroffenen unterstellen, sich solche ungeheuren Vorgänge ausgedacht zu haben?
    Klar, es gibt überall schwarze Schafe…und leider ist die Menschheit zu ‚Sensationsgeil‘ , was vielleicht wirklich manche dazu bewegt, sich irgendwelche seltsamen Abläufe auszudenken, nur, um davon Profit zu schlagen…aber man muss doch wirklich einmal nur Euren YouTube-Kanal ansehen, um festzustellen, dass Ihr KEIN FAKE seid und auch nicht einfach nur gut ’schauspielert‘.
    Ich finde es absolut erschreckend, was Ihr hier teilweise postet und bin wiederum zutiefst erschüttert, welch schräge Persönlichkeiten es gibt, die zu solchen Taten fähig sind!
    Ihr habt meinen höchsten Respekt, dass Ihr die Möglichkeit nutzt, Euch mitzuteilen, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen!
    Auch wenn es für die DIS keine Heilung gibt, so hoffe ich doch wenigstens für Euch und alle anderen Systeme, dass sie aus dem Kreis der Täter irgendwie herauskommen, um nicht weiterem rituellen Missbrauch oder auch anderen Gewalttaten ausgeliefert zu sein.
    Bitte schreibt weiter und macht auch weitere Videos, denn nur so erreicht Ihr immer mehr Leute…und dann vielleicht und hoffentlich auch mal solche Menschen, die Euch, in welcher Form auch immer, unterstützen können, weiter auf diese Misstände aufmerksam und damit auch Täter irgendwie Dingfest
    zu machen. So etwas gehört bestraft!
    Ganz liebe, respektvolle Grüße,
    Mel

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