Die Tage so….

Puh

Danke erstmal, für die Kommentare, die es zum Beitrag „im Galopp durch die Kacke“ dann doch noch gab.
ich weiß, es ist total schwer dafür Worte zu finden…aber wir hatten/haben echt Angst, als keine Rückmeldungen kamen.
Angst, mit welchen Augen ihr uns nun anseht.
Aber auch die nettesten Worte bringen wenig. Es kommt nicht an.
Gefühlt sind wir Ausgetoßene.
Und es wird sowieso früher oder später jeder gehen. Abwenden….
Völlig zu recht.

Während es drinnen bettelt und schreit und das Gefühl da ist, elendig zu verrecken.
MM ist eine Stunde Einkaufen und das Gefühl ist, er ist seit Tagen weg und wird nie nie wieder kommen. Wir verhungern hier.
Haben nicht mehr auf dem Schirn, dass es so etwas wie Telefone gibt und man sich ja bemerkbar machen könnte.

Im Moment ist es alles irgendwie schwer.
Die Gehirnkapazität ist bei Minus 1. Nach einer halben Einkaufsliste schreiben, sind wir schon so durch und dissoziiert, dass wir nicht mal mehr wissen, was man überhaupt essen kann.
Kann man Popapier essen?
Ich kann kaum von der Tapete bis zur Wand denken und das hier schreibe ich seit Stuuuuuuunden….. 😫
Nö mittlwerweile Tagen….

Uns klatscht auch grade zusätzlich alles an Bindungstrauma um die Ohren, was irgendwie nur geht.

Und ich hasse das Wort sogar schon „Bindungstrauma“. Aus Gründen….weils es mir immer wieder in einer Therapie um die Ohren geklatscht wurde, als keine Connection mit einer Therapeutin hergestellt werden konnte (was aber in denKlinikaufenthalten davor ging) also sozusagen als Vorwurf und als Ausschluss. Es lag nur an uns. Hmnja. Naja.
Klar hat man Bindungstrauma. Wie sollte es auch anders sein?

Aber ach…das ist so das gewesen, was seit Tagen hier als Entwurf rumliegt und nicht weiter geschrieben wurde.
Es geht uns nicht gut. Nicht mal annähernd.
Und es gibt einfach nur keine richtigen Worte. Oder der Gesamteindruck ändert sich alle Nase lang.

Vieles fühlt sich irgendwie bedürftig an, ab und zu kommen heute sogar die Tränen.
Aber es wird dann direkt von Innen wieder niedergeschmettert. Aus unterschiedlichen Richtungen.

Sei endlich still!
Sei doch endlich still!

Das alles macht großen Druck *hier bitte destruktives Zeug einfügen
Druck, der aber nirgendwo hin kann.
Manchmal ist es auch so, dass das Gefühl da ist, dass der nächste Gedanke, das nächste Gefühl, der nächste Lufthauch uns wahnsinnig werden lässt. Irre. Durchdrehen. Sabberndes Gemüse in der …Psych … oder so ähnlich.

Aber so viel kotziges Selbstmitleid, das auch einfach nicht angemessen ist oder so.
Mal nett ausgedrückt.

Und ich bin eigentlich schon mit der Woche überfordert. Obwohl sogar was Gutes ansteht. Anstrengend aber gut. Am Wochenende aber erst. Und bis dahin ist ein weiter Weg.

Und eigentlich fühle ich mich mit Atmen schon überfordert.










Mail an die Thera/ Bindung, Hoffnung

Um es festzuhalten…

Puh….

Hallo.

Ich muss etwas sagen. 
Es gibt ein Loch in uns drin. Ein Loch, das nicht zu füllen ist. Es fällt alles unten wieder raus. Nur die Zeit, die es braucht um wieder Leere zu hinterlassen ist unterschiedlich.

Nichts hat für mich eine längere Haltbarkeit als Majonäse in der Sonne. Kein Versprechen, keine Zuneigungsbekundung, gar nichts. Egal ob durch äußere Faktoren oder meine Verfehlungen, jederzeit kann etwas dazu führen, dass das vorher Gegebene zurückgezogen wird oder zurück verlangt wird – mit Zinsen. Es gibt keine Sicherheit. Nie. Und nirgendwo. An keinem Ort der Welt und in keinem Schoß eines Menschen. 

Ich will mich nicht an Menschen binden. Ich will niemandem trauen. Selbst wenn sie es nicht böse meinen, können sie mich metaphorisch oder real mit 5 Wörtern töten. Was soll dann erst passieren, wenn sie es darauf anlegen? Bin ich erst gebunden, haben sie Macht über mich. Gegenstände, tote Materie ist besser, sie tut mir nicht weh. Aber diese kann man verlieren. Dinge können verloren gehen oder kaputt, ein Feuer kann alles was ich besitze zerstören oder jemand nimmt es fort. Also will ich mich auch nicht an Dinge binden.Es ist besser so. Und ich hasse es, dass andere Innen und Außen sich binden wollen, vertrauen wollen und so widerlich bedürftig sind, dass es kaum auszuhalten ist. Aber dann ist da dieses Loch. Es bringt alles nichts. Und das Vorhaben einfach nie wieder eine Mail an dich zu schreiben, weil allein das Hoffen und Warten auf eine Antwort zu viel ist und vor allem zu Unrecht erhofft,  wegen des niemals füllbaren Lochs und des fehlenden Wertes meiner Person, kippt immer wieder.  Weil dieses „nie wieder“ offensichtlich für einige schon nach 5 Minuten vorbei ist. Ich finde, dass „nie“ eine deutlich längere Zeitspanne sein sollte, aber jemand sagt, es fühlt sich an wie nie, das nie, das ewig gedauert hat. Lächerlich. Ich versuche zu bremsen. Ich versuche es wirklich und schreibe dann jetzt selbst. Was ein Widerspruch in sich. Alles, was manche erhoffen, ist zu viel. Und selbst zu viel ist denen nicht genug. Ich sage man muss aufhören zu hoffen.Wie heißt es so schön? Töte die Hoffnung. Wer ohne Hoffnung ist, ist frei. Frei von den Abhängigkeiten, von menschengemachtem und zufälligem Glück und Unglück. Ist frei von Emotionen, die auch nur Zerstörung mit sich bringen. Da schließt sich der Kreis.
Hopeless, 15 Jahre alt

Im Galopp durch die Kacke

So.
Ich nehme Bezug auf die „Kakerlake auf Pizza“ einen Beitrag zuvor und setze ihn als gelesen voraus.
Nach gefühlt einem halben Jahr, das in Wahrheit wohl etwas um die sechs Wochen, vielleicht auch mehr sind,
die wir nicht schreiben konnten, was hier eigentlich los ist, sind wir nun an einem Punkt, an dem wir es können.
Und wollen. Und müssen.
Und zwar im Galopp durch die Kacke.
Es spritzt, es wird übel. Aber so soll es jetzt sein.

Alles andere ergibt keinen Sinn mehr.
Unser Beitrag erscheint jetzt mehr oder minder zeitgleich mit dem auf einem anderen Blog, aus der jeweils anderen Perspektive. Ich verlinke jetzt nicht, weil es den Lesefluss stört.
Wir haben uns gemeinsam dazu entschieden offen damit umzugehen.

Es gibt seit Wochen hier mehrere Faktoren, die riiichtig „blas mir mal das Hirn (und den Körper gleich mit) weg“ sind.
Über einen davon kann ich nun schreiben.
Das, was uns konstant nun seit Wochen beschäftigt:

Wie ihr wisst, machen wir seit Monaten Videos auf YT. Wir sind sichtbar geworden. Er.leb.bar.
Und es passierte das, was wir immer gefürchtet haben. Seit langer Zeit eine unserer größten Befürchtungen war:
“Was ist, wenn uns jemand erkennt?“
Aber es war ein bisschen anders als befürchtet….

Man kam ins private Gespräch/ schriftlich mit dem System myokard.
Eigentlich erstmal einfach so, wobei sich herausstellte, dass es denen schon darum ging, Kontakt zu uns herzustellen…weil….tja offene Fragen und so.
Jede Menge Rumgedruckse: „Ähm was ist wenn, wenn wir etwas aussprechen“, fragten sie.
Na dann mal raus damit, sagten wir, die im Alltag dank diverser Forenerfahrungen doch recht triggerfest sind, nicht ahnend, um was es nun gehen sollte.

Was dann kam… haut uns buchstäblich um.

Und ich sage es vorweg: Es geht jetzt nicht um die 100% Feststellung. Es geht nicht darum, nun zu sagen „war so“, ganz sicher, klar.
Ich meine man ist dissoziiert. Wann ist jemals irgendetwas wirklich „klar“?
Das mal ganz dringend vorweg. Wir versuchen Beide-Viele, uns nicht in etwas zu verrennen, reflektiert zu bleiben.
Aber Wahrscheinlichkeiten sind Wahrscheinlichkeiten und je mehr davon zutreffen, umso un-wahrscheinlicher werden mache Dinge/ Aussagen/ Gedanken wie: „nie im Leben“

Oh jeh ich tanze um den heißen Brei. Sorry. Ich merke es selbst. Ich weiß aber noch immer nicht, wie man das alles in adäquate, alles abdeckende Worte fassen soll.

Jedenfalls scheint es so zu sein, dass wir uns aus unserem Traumakontext kennen (könnten). Es gibt verdammt viele Parallelen. Zeit, Ort, Gelegenheit, Personen, Namen….
Was als vage Vermutung begann, endete bei uns etwas expliziter mit dem fast explosionsartigen Sichtbar-Werden einer Innenperson von uns (nennen wir sie mal hier Nina), die einen ellenlangen Text verfasste. Zu meiner (Mokey) Bestürzung mit mir im vollen Beobachtermodus.
Kein Ausfall, kein Blackout kein Nix. Ich bin massiv von den Socken.

Der Inhalt? Einfach nur krass. Was da an Wissen auftaucht, an Beschreibungen.
Mit ihr zusammen kommt das starke Gefühl von großer Vertrautheit zu myokard. Und das ist noch sehr tief gestapelt
Und so ein Gefühl hatten wir noch nie. Klar, manche Systeme mag man, hat man auch wirklich wirklich gern. Schon nur beim Lesen, ohne sich noch näher zu kennen. Aber diese Vertrautheit ist ganz anders.
Nina möchte, dass wir das schreiben:. Weil es für sie ist, als würde sie diesen Menschen, dieses System, lieben wie ihr eigenes Kind.
Klingt voll pathetisch. Ich weiß. Soll aber hier stehen, weil es genau das Gefühl ist. Und in die Geschichte passt, die sie aufgeschrieben hat.
Seit wir myokard am Telefon hatten, seitdem wir ein Video sahen, indem die Bewegungsmuster klar wurden, wir als gesichtsblinde Personen können uns null an Fotos orientieren, kam die Vertrautheit, das Bekannte, das Gefühl, das vorher etwas war wie…das könnte ….Deadname sein.
Und sehr sehr viele Tränen mit dem Gefühl „Da sind sie! Ich habe eines „meiner“ Kinder gefunden, eines der Kinder, das ich retten wollte.

Und natürlich muss das nicht so sein, natürlich kann man sich irren. Klar. Das muss gesagt sein

Und mit Nina, besagter Innie, kam eben auch einiges an Zusammenhängen auf, mit denen unser ganzes Sein und Agieren in der Welt mitsamt Blog und YT einen Sinn ergibt. Plötzlich so logisch, so klar.

Denn wir waren, wenn das alles so stimmen sollte, älter als myokard damals.
Und damit kam wohl ein massiver Drang / Wunsch zustande, die Jüngeren in bzw. aus diesem Traumakontext retten zu wollen – aber nicht zu können – denn wir waren ja selbst nicht frei/willig dort. Aber das zu erkennen…da fehlt es noch dran…
Und dadurch erkennen wir gerade, warum wir immer seit unserer Bewusst-Werdung der DIS den Drang hatten, etwas zu tun, das anderen hilft. Foren für Betroffene zu bauen, zu bloggen, jetzt zu Youtuben. Warum das Bloggen als einzige Dokumentation/ Tagebuch überhaupt funktioniert.
Wir wussten schon, dass das damit zu tun haben musste, dass wir das nicht für uns alleine irgendwo hin schreiben –
Aber es geht offenbar viel mehr darum, zu helfen. Es ist nicht für uns.
Es ist böse gesagt so ein „Helferkomplex“. Das Wort hat immer so einen fiesen Beigeschmack aber es ergibt nun totalen Sinn.
Und mir wird klar, vieles von dem, was wir tun, hat damit zu tun. Zu helfen, Wiedergutmachung zu leisten, stellvertretend.

Das Sichtbar-Werden von Nina hat hier natürlich alles durcheinander gewirbelt.
Die gesamte Körpersymptomatik, die wir im letzten Beitrag schon geschrieben haben, fluktuiert munter weiter.
Ich kann schon gar nicht mehr in Worte fassen, was hier drin im permanenten Wechsel abgeht. Von „Tralala…alles nicht wahr…ja, erzähl denen noch ein bisschen mehr, dann können sie uns endlich als Fake entlarven.“
Bis hin zu „Ich muss zu dem speziellen hoch gelegenen Ort und von dort das Fliegen lernen“ (*öhm ja. das war jetzt denke ich passend ausgedrückt.)
Ansonsten noch: Viel viele Schuldgefühle, Abwertungen, die Hoffnung schon fast, dass uns deswegen die Thera nun rauswirft (tut sie nicht…. why???), die Angst, dass uns die Thera deswegen rauswirft.
Einfach so voll zu sein mit Schuldgefühlen, weil….tja keine Ahnung…. Nina nichts getan hat, um Dinge zu verhindern.

Was Nina hier aufschrieb hatte diverse Namen parat von den jüngeren „Teilnehmern“ *hust in Ermangelung eines besseren Wortes….die sie gerne gerettet hätte. Und darunter befanden sich auch der Deadname plus Innienamen von Myokard.
Zufall? Hmmmm
Ja es gibt Zufälle, aber wenn sie im Rudel kommen und dich wie eine Büffelherde überrennen…wird es….merkwürdig.
Sagen wir es mal so.
Aber was stellt man damit jetzt an?
In der Realität erstmal gar nichts.
Wie gesagt: Eine 100% gibt es nicht, wenn beide Systeme sind und dissoziieren und nur Bruchstücke der Geschichten kennen. Das, was da ist, gleicht sich schon sehr. Okay.
Man wird es sehen. Auf sich zukommen lassen. Was mit der Zeit noch kommt und was nicht.
Und was wir dann tun.

Nina ist mir (Mokey) manchmal sehr nah. Näher noch als andere von uns, die ich auch gut kenne.
Somalia zum Beispiel kenne ich sehr sehr gut, wir können uns bewusst abwechseln. Aber dennoch empfinde ich nie ihre Wut mit sondern schaue sie mir nur an. Das macht es umso krasser, dass ich aber Nina spüren kann, obwohl sie für mich so neu ist.
Und ich weiß nicht, ob mir das so lieb ist.

Aber deswegen, weil ich das kann, weiß ich, dass ich sie nicht verurteilen kann für das, was sie getan und nicht getan hat.
Sie tut es, sich verurteilen meine ich. Andere Innies von uns tun es. Aber die verurteilen uns schon fürs Atmen.

Es ist nicht leicht.
Es ist möglicherweise das erste Mal, dass es eine Art von Bestätigung von Außen für uns gibt. Wenn es denn wirklich so so wäre. Das macht Angst und lässt alles sehr irreal werden.
Wir brechen ebenfalls hier gerade jeden Tag so ziemlich alles an Redeverboten, die es so gibt. Das macht es nicht gerade einfacher. Aber Nina steht hier und sagt „Ich will jetzt das Richtige tun“.

Was aber eben auch heißt, dass der Körper abkackt, Lähmungen produziert. Mehr als sonst. So richtig, dass es einem die komplette (bevorzugt die rechte) Seite wegknallt. Oder auch mal das Ohr komplett taub ist.
Und, dass wir unendlich viele Flashbacks haben und uns da durchzappen, wie durch ein schlechtes Fernsehprogramm zur PrimeTimeHorrorNight.
Und echt richtig richtig fertig sind.

Eines muss gesagt werden:
Für uns war immer klar, dass wenn und falls wir etwas entdecken, erinnern, dass auf uns als Täter hinweist, wir uns selbst anzeigen würden. Und dazu stehen wir weiterhin.
Im Moment ist es ja so, dass es eher darum geht, was wir nicht getan haben – was Nina aber hätte tun wollen…
Aber auch das ist eigentlich für uns gefühlt schon viel zu viel.
Und noch sind da zu viele Brüche drin, zu viel, das auf Gefühl beruht. Damit nimmt uns ohnehin niemand ernst.

Also abwarten.


So ist es erstmal wie es ist.
Und wir müssen damit irgendwie umgehen.
Nur wie wissen wir noch nicht. Und innerlich einig sind wir uns damit auch nicht. Hahah das wäre ja auch mal was ganz neues.


Link zu myokard







Kakerlake auf Pizza

System chrasht. Ordentlich.
Sorry für „klickbait“ Titel *hahah

Neue Erkenntnisse, die natürlich und allesamt gar nicht wahr sind. Das muss gesagt werden.
Weil wir uns natürlich nur aufwerten wollen.
Weil wir ansonsten nur die kleine billige Hure wären, zum Spottpreis, muss man sich Geschichten ausdenken, die uns besser dastehen lassen.
Nur dummerweise lassen uns die Erkenntnisse nicht besser da stehen sondern damit rangieren wir in etwa auf der Stufe einer Kakerlake auf einer Pizza.

Der Kompass, von wo immer das herkommt, dass wir uns besser dastehen lassen wollen, ist definitiv kaputt.

Der Drang viele Dinge zu tun ist da.
Und alles durcheinander.

Der Körper flippt parallel aus. Würden die Symptome nicht fluktuieren, säße ich mit Panik in der Notaufnahme,. im Glauben, ich habe einen Schlaganfall.
Sichtfeldausfälle. Körper kippt immer wieder nach rechts weg. Schwäche.
Dazu kommen merkwürdige Ohrgeräusche, die das Gefühl machen, dass die Trommelfelle flattern und die Ohren bluten. Das Gefühl, etwas läuft heraus.
Tieftöne hören, die einen wahnsinnig machen.

Es freakt. Diese Erkenntnisse sind schlimmer als alles andere bisher.

Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll. Es ändert sich alle 3 Sekunden.
Ich will zur Thera. Aber das geht erst nächste Woche. Und ich will gleichzeitig nie wieder hin. Nie nie wieder.
Weil wir das nicht verdient haben. Nicht mit dem, was da rausgekommen ist, von einer jetzt aufgetauchten Innie geschrieben wurde.
Ich kann mich da nicht mehr blicken lassen. Aber überhaupt ist das alles nur gelogen,.

Brich alle Kontakte ab. Sofort.
Geh sterben. JETZT

Ich fühle mich teilweise wie ein in die Ecke getriebenes, verwundetes Tier, bereit zuzuschlagen und zu beißen.
Alle verteiben.

Und hört bitte auf uns helfen zu wollen. Speziell IHR. (You know)
Es ist falsch. Es ist so falsch, dass es falscher nicht mehr geht.
Das ist so falsch wie ein Stockholm Syndrom.

Ich versuche die Kontrolle zu behalten aber viele Barrieren sind down. Es sprudelt etwas hoch, das nicht gesehen werden dürfte. Aber es scheint keine Grenze mehr zu geben.
Es ist zu spät.

Es ist eine Gefahr. Eine große Gefahr.
Und es ist alles nicht wahr.
Geh weg. geh bloß weg. oder ich tu dir so lange und so sehr weh, bis du freiwillig gehst.
Nun geh schon.
Aber komm in meine Arme.
Geh weg!
Nein ich will das nicht. Es war schon genug. Es war schon so schlimm genug.
Mein Herz blutet.
Oh wie pathetisch.

Wir können nirgendwo mehr hin.

Es ist vorbei.
Aber es ist alles gelogen



Rastertherapie

Oder Aus-Raster-Therapie?

Ich möchte jedenfalls aus-rasten, wenn ich lese, was Herr Spahn sich jetzt schon wieder hat einfallen lassen, um uns das Leben zur Hölle zu machen.
Uns als Betroffene von Gewalt, und eigentlich allen Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Man wehrt sich hier:
Bitte unterzeichnet die Petition mit.
Sei es als selbst Betroffene, Therapie in Anspruch-Nehmende oder als Zeichen der Solidarität.
Und nicht zuletzt: jeder von uns kann mal in die Situation geraten und Hilfe benötigen..
Danke

Link zur Petition


Jetzt kommen wir mal auf unsere Sicht und ein paar Links.
Es ist einfach unfassbar. Unfassbar sowieso, dass Individualität nirgendwo mehr zu zählen schient. Wir gewöhnen uns nach und nach mehr oder weniger an gendergerechte Sprache, daran, dass sich Liebe in alle Himmelsrichtungen verteilen kann. Na gut. Mancher wohl zähneknirschend.

Jetzt will aber einfach ein Raster gebastelt, imaginiert werden, nach wie viel Zeit ein Mensch mit einer psychischen Erkrankung geheilt sein muss. Und wenn nicht? Naja Pech gehabt. Hast dich wohl nicht genug angestrengt, oder wie?

Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen: 20 Stunden für Depressionen, 15 Stunden für Burn Out.
Danke für nichts!
20 Stunden für eine potenziell tödliche Erkrankung!
Aber ein Suizid kommt die Regierung natürlich deutlich billiger.
Sorry. Aber ist doch wahr!
20 Stunden- wenn man noch bedenken muss, das auch erstmal ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden muss, eine therapeutische Beziehung etabliert werden muss.
Psychotherapie ist nicht wie Mathe. 1+1 gleich fertig…Habs.

Den Therapeut.inn.en wird auch damit mehr oder minder schlechte Arbeit unterstellt. Als würde sie Behandlungen in die Länge ziehen, damit sie weiter Geld verdienen. Das ist schon ganz schön böse!
Als würden nicht mehr als genug Menschen in Not auf einen Platz warten, die deren Einkommen ohnehin sicher stellen..
Selbst wenn man bedenkt, dass einige unfähige Therapeuten auf dem Markt rumlaufen ….

Keine Frage, die Masse an Menschen mit psychischen Problemen nimmt zu. Aber woran mag das wohl liegen?
*rhetorische Frage, wir wissen alle, dass unsere Gesellschaft und der gesamte Leistungsdruck und Stigmatisierungen, Mobbing, Hate, Rassismus, Corona hat auch nicht gerade die Situation verbessert….. und so weiter….
schon mehr als genug Menschen krank macht.
Traumafolgestörungen werden auch immer häufiger bekannt. Gewalt unter den Teppich gekehrt, Täter oftmals nur mit einem wackelnden Zeigefinger bestraft und Opfer-Blaming betrieben.

Jetzt soll aber die Nachfrage für Therapie nicht das Angebot steuern. nein. Wo kämen wir denn da hin? Das könnte unser Gesundheitswesen echt zu viel Geld kosten, wenn man mehr Kassensitze für Therapeut.inn.en schaffen würde.
Lieber doch die Zeit begrenzen, noch mehr Druck aufbauen und die Menschen dann wieder alleine lassen.
Ätschibätsch.
Das ist ein Muster, das kennen wir ja eigentlich sowieso schon.
Weil finde mal adäquate Hilfe, ne?
Aber das treibt die Frechheit hier den Mount Everest hoch.

Den Therapeuten wird nicht getraut, wenn sie sagen, tja das dauert eben.
Nein, sie müssen die Patienten im Eilverfahren „heil“ machen. Ach nee tschuldige- nur wieder in das gesellschaftliche Korsett pressen, damit alles wieder tutti aussieht. Weil von Heilung kann in so kurzer Zeit wohl eher keine Rede sein.

Den Patienten wird mangelde Kooperation unterstellt, die wollen ja nur nicht, dass es ihnen schnell besser geht, was?
Selbst Schuld.

Komischerweise gibt es das in der Somatik so nicht.
Da schreibt uns noch keiner vor, wie lange unsere Erkältung dauern darf, wie lange es dauern darf bis entweder der krebs geheilt ist oder man bitteschön (um Kosten zu sparen) zu versterben hat.
Sorry, ja ich weiß…das ist böse. Aber so kommt es mir in den Sinn.
Aber wir wollen Herrn Spahn ja nicht jetzt auch noch auf Ideen bringen, nicht wahr? 🤫

Ein Beispiel:
Wir hatten mal eine Herzrhythmusstörung. Die wurde abladiert (verödet) mittels Herzkathetheruntersuchung.
Kostenpunkt: 50.000 Euro. Für einen Eingriff, der etwa 1 Stunde gedauert hat.
Da hat der Kardiologe gesagt, „Ok das machen wir jetzt“ und keiner kam vorbei und musste erstmal Wochen- und Monatelang prüfen, ob der Arzt denn seine Arbeit korrekt gemacht hat, ob die Diagnose stimmt, ob das denn unbedingt sein muss. Und keiner hat während des Eingriffs mit der Stoppuhr daneben gestanden und gefragt, ob das nicht noch ein bisschen schneller ginge.
Sorry nein ich beschwere mich nicht darüber- ich ziehe nur einen Vergleich!
Da kam auch keiner von der KK und hat gesagt, na komm, so schlimm ist die HRS nicht, du stirbst daran nicht, müssen wir diesen teuren Eingriff denn wirklich machen lassen? Kannst du dich nicht ein bisschen zusammenreißen?

Warum haben Mediziner.innen denn so viel mehr zu sagen, als Therapeut.inn.en?
Warum dürfen die das frei entscheiden, was nötig ist und die Therapeuten nicht?
Die haben ihre Arbeit auch gelernt, die haben auch studiert!
Aber neeein da gehts um „unsichtbare Güter“, oder was?
Ist doch alles nur Labern. Ist wie Kunstunterricht in der 2. Klasse. Liegt alles im Auge des Betrachters….
Ist fast nichts wert.

Natürlich abgesehen davon, dass Therapie auch LEBEN rettet!
Aber who cares?

Und mal ganz ehrlich, für Menschen wie uns, die Jahre/Jahrzehntelang Gewalt erfahren haben, sind die derzeit vorgesehenen Stunden schon nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Es wird einfach nur immer absurder. Trauriger. Hoffnungsloser.
Für mich ist das auch ein Angriff auf die Menschenwürde.


Mehr links?
Na klar
Eins, Zwei,


Hilfe gibt es nur in Märchen

Noch ein Schlag in die Fresse.
Mitten in die Fresse.

Nicht nur, dass trotz ausführlichem Attest bla bla bla, die Hilfe durch unsere abw weiterhin nicht so durchgeführt werden kann, wie vorgesehen.
Wir dürfen kein Auto fahren, wenn wir nicht das große Visier tragen.
Was aber nicht geht.

Kleines Visier, ja. Was macht das für einen Unterschied? Gar keinen.
Die abw ist geimpft, wir getestet.
Geht trotzdem nicht.

Ok ist dann halt so.

Aber das Schlimmste ist, dass die deswegen uns jetzt auch noch heimlich still und leise aus der Hilfe rausdrängen. Da wir die ja eh nicht wie geplant annehmen können, ist unsere Hilfefrau nun anderweitig eingesetzt und ausgebucht. das heißt, wir können und dürfen die jetzt nicht mal mehr für die Sachen in Anspruch nehmen, die gehen würden.
Keine Gespräche, Telefonate, nix.

Was braucht Frau Tick denn auch Hilfe? Aaaaaach unsinn.

Hilfe gibt es eben doch nur in Märchen.
und wir haben grade einen dezenten Nervenzusammenbruch.

Ich dachte so vereine wären dafür da. Da muss ich mich wohl getäuscht haben.
Gibt ja auch kein Geld dafür neihein.
Aber wir nehmen das lieber von da, wo es leichter verdient ist. Und drängen die anderen einfach raus, ohne dass wir denen sagen müssen, dass wir keinen Bock auf sie haben.

Danke für nichts ihr Arschf******

Kurz vorm Platzen

Bild von stokpic auf Pixabay

Mir fällt etwas auf.
Eis ist lecker.
Wir mögen Eis, auch wenn wir, was die Sorten angeht, echt eingeschränkt sind.
Zu Hause haben wir immer welches im Eisfach, das es dann Abends zur Kinderzeit gibt.

In so kleinen Mengen durchaus unproblematisch.

Aber wenn wir einen Eisbecher verdrücken macht es Probleme. Jedes und jedes Mal.
Ich glaube, dass es diese Art von Kältebetäubung im Mund und Rachen ist, die uns raus wirft und triggert.
Das Gefühl nicht mehr schlucken zu können, das Gefühl, dass der Hals zuschwillt.
Immer Panik danach. So mindestens eine Stunde lang, bis das Gefühl wieder verschwindet.

Aber deswegen auf das Eis verzichten? Hm nööö
Aber es schmälert das Erlebnis doch ungemein und ich weiß nicht, wie wir das besser hinbekommen können.

Klar, kann man dann die ganze Zeit nach innen reden und sagen, schaut, wir haben schon sooooo oft Eis gegessen und uns ist nichts passiert. Wir sterben nicht davon. Das ist nur ein doofes Gefühl. Das geht wieder weg.
Aber es hilft einfach nicht. Das Gefühl interessiert sich nicht für Worte.

Was noch bemerkbar ist, sind viele kleine Dinge zur Zeit, die uns (auch davon) abhalten, regelmäßig zu schreiben.
Wir springen heftig durch die Gegend. Eigentlich steht auch jetzt gerade das Bügelbrett parat und sollte benutzt werden. Stattdessen sitzen wir hier. 100 offene Tasks, 98 davon sind abgestürzt und hängen, warten auf „refresh“.
Die Scham ist derzeit hoch, krasser als sonst. Gefühlt schämt man sich schon dafür, dass man atmet und es jemand bemerken könnte. So im übertragenen Sinne.

Die Anspannung ist highlevel. Es fühlt sich allein körperlich so an, als wäre Körper eine Luftmatratze, in die konstant mehr und mehr Luft gepumpt wird, kurz vor dem Platzen steht.
Man schnürt sich ein, hat das Gefühl, man muss sich mit irgendetwas umwickeln, damit man nicht auseinander fällt, platzt, es einen zerreißt.
Das läuft jetzt schon so seit ein paar Wochen konstant mit.
Ich weiß nicht mehr so recht wohin mit mir und wir sind eigentlich permanent am rotieren und irgendwas am hinterher hetzen und schaffen es kaum eine Aufgabe am Stück zu erledigen, weil die Aufmerksamkeit wieder wo anders hin springt oder weil einfach auf dem Weg der Erledigung jemand anderes angetriggert wird und sich daran erinnert, dass ersie ja das und das tun wollte.
Und dann so: ähm was wollte ich gerade?
Ach jah….

So ist es grade. Alles so knapp vor Deadlines


Noch ein Grund mehr

Draußen sein.
Schönes Wetter. Endlich! Endlich nicht mehr frieren.
Die Inzidenzen sinken. Bei uns darf man ohne Test in die Außengastronomie.

Wir fahren in die City. Ein Eis ist heute genau das Richtige.
Die Schlange zu den Tischplätzen ist ernüchternd. War klar. Aber ich hätte sie noch länger erwartet.
Trotzdem entscheiden wir uns dazu, das Eis nur auf die Hand zu nehmen und stellen uns mit MM zusammen in die Mitnehmschlange.

Die Tischschlange neben uns.
Kinder mit Eltern.

Ja, wir sind auffällig. Ist okay.
Im Sommer besonders.

Mit der Kurzhaarfrisur von 3 mm sagte schon einmal ein Kind zu Mama: „Mama der Mann da hat ein Kleid an“ 😅
Was irgendwie niedlich war. Und Mama war peinlich berührt.

Die Leute starren oft. Besonders Teenager, die sich gegenseitig in die Rippen stoßen und mit den Fingern auf uns deuten.
Klar, die Frau im Rollstuhl, die mit viel zu kurzen Haaren und den vielen Narben auf den Armen fällt halt auf.
Ein Faktor wäre genug, um den Leuten aufzufallen.

Manchmal mache ich mir den Spaß, bei spöttischen Teenagern, die ich zum zweiten Mal treffe, nachdem sie mit ihren nackten Zeigefinger hämisch grinsend mit weit aufgerissenen Augen auf mich gedeutet haben, das Selbe zu tun. MM in die Rippen zu stoßen, zu deuten und überdeutlich „guck mal die da“ zu sagen.
Auch nicht die feine Art. Aber jemand hier drin macht es halt.

Jetzt kommt noch ein Faktor dazu:
Die Leute gucken mich an. Wie den FEIND. Den todbringenden Feind.
Ich weiß schon, warum ich die Monate so gut wie nicht draußen war.
Denn wir sind Maskenbefreit.
Und das hat nunmal seine Gründe, wie hier jeder weiß, der nicht erst seit 3 Tagen liest.
Aber darüber weiß die Menschheit kaum etwas, dass es Menschen gibt, die das nicht können und dann auch nicht müssen.

Und dann kommt das Munkeln. Heute aus der Wartereihe von Kindern, die Frage und das Tuscheln, ist aber nicht begrenzt auf Kinder, denen ich das eher nachsehe.
“Warum hat DIE da keine Maske auf?“

Ich ignoriere das in der Regel. Aber es tut weh.
Es tut weh an allen Stellen ausgegrenzt und begafft zu werden, wie ein Tier im Zoo.
Eine Abstrusität. Eine Monstrosität.

Immer und immer wieder.

Menschen urteilen. Menschen urteilen zu schnell und zu rücksichtslos.
Bodyshaming ist ein Thema. Ausgrenzung. Mobbing. Hass. Diskriminierung. Übergriffige Hilfe. Nein danke, ich kann sehr gut alleine fahren!

Oder auch dieses mitleidige hässliche Lächeln, dass sagt „Oh du arme, du hast keine Haare UND sitzt im Rollstuhl. Du hast bestimmt Krebs. Ich bin jetzt mal besonders freundlich und bessere mein Karma auf.“
Und ich habe Mühe mit dieser ekligen Schleimspur zurecht zu kommen.
Gefühlt ist das was anderes, als wenn Menschen einfach nett sind, weil sie nett sind.

Aber dieses Mitleidgedönse ist in etwa so, wie die Omi über die Straße zu bringen, die sie nicht überqueren wollte.

So überhaupt nicht geil!
Nur, dass diese Leute dann besser von sich selbst denken. Gute Tat getan! Ding ding ding.
Das Karmakonto klingelt.

*sfz