Streit mit Körper


Halb acht, ich stehe auf und stinke bereits nach Angstschweiß.
Ich wasche mich.
Halbe Stunde später. Ich stinke nach Angstschweiß.

Wir gehen spazieren. Ich stinke.

Ich gehe duschen, lege mich eine Stunde hin. Stehe auf
Ich stinke schon wieder nach Angstschweiß.
Ich nehme sonst nichts wahr.
Ok doch ich habe einen ekelhaften Klos im Hals.
Aber sonst nichts. Ich fürchte mich nicht.
Behaupte ich.

Aber Körper behauptet etwas anderes.

Wer hat denn nun recht?

Video #012

So neues Video. Wir wollen mal ausprobieren, wie wir so mit einer festen wöchentlichen Veröffentlichung am Samstag zurecht kommen.
Wir werden es erfahren *kicher

Der Titel verrät den Inhalt. Ich denke, wir müssen dazu nicht besonders viel erzählen.

Gewichtsmerkwürdigkeiten

Seltsam.
Wir haben ein….komisches Gewichtsproblem.
Wie jedes Jahr um diese Jahreszeit ist mein sonst so überaktiver Stoffwechsel im Winterschlaf.
Das ist die einzige Zeit im Jahr, in dem wir zunehmen.
Wir haben keine Essstörung. Das mal vorweg.
Im Gegenteil. Wir essen ziemlich normal bis viel. Und nach Uhrzeit. Weil die Erfahrung zeigt, dass mehr als 4 Stunden ohne Zufuhr zu Unterzuckrungsproblemen führt.
Klapper, zitter, schwummrig. Nix gut. Triggert auch. Kann man vermeiden.
Unser normaler Tag sieht also so aus: Frühstück, Snack, Mittag, Schnack, Snack, Abendessen, Schnack eins und zwei.
Und dabei noch eh Untergewicht zu haben ist eh ein Rätsel, das ungelöst bleibt.
Weil die Snacks durchaus auch Kuchen, Schokolade und Chips und Eis bestehen.
Nebenher nicht nur die vorgeschriebene Menge Wasser sondern auch Coke.

Unser Stoffwechsel ist schon genial.
Und auch, wenn es immer wieder Neider gibt, die meinen, wir gingen ja eh kotzen nach dem Essen, weiß ich, dass das nicht stimmt.
Wenn wir kotzen, wissen das nämlich sogar die Nachbarn drei Häuser weiter.
Ich verstehe nicht, dass manche Menschen das heimlich betreiben können. Ergo: Leise.
*lach

Aber wie gesagt, die Zeit ist, dass unser Stoffwechsel Winterschlaf hält.
Und dann kommt manchmal die Zeit, in der wir eine Grenze überschreiten.
Eine offenbar festgelegte Gewichtsgrenze, die wir nicht überschreiten dürfen.
xx,9 ist noch völlig in Ordnung.
BMI 17,3
Wohlgemerkt.

Sobald wir die xx,0 eine Stufe höher haben, geht der Krieg im Hirn los.
Wir werden beschimpft und genötigt auf unser Essverhalten zu gucken und dieses zu kontrollieren und herunter zu fahren.
Weiter beschimpft.
Aber da ja unser Stoffwechsel in dieser Zeit einen Winterschlaf hält … hilft das nichts.

Es kommt dann irgendwann wieder die Zeit, in der sich der Körper auf „normal“ stellt und alles wieder so läuft, wie es sonst auch ist.
Und diese Grenze wird ohnehin, egal wie doll wir uns bemühen, sollten wir zunehmen müssen (mussten wir schon für eine Klinik mit Gewichtsgrenze), kaum wieder tangiert.

Man muss das Glück nennen.
Aber dadurch wird auch immer nur für eine kurze Zeit klar, dass wir wirklich da ein Problem haben.
Und ich verstehe nicht.
Ich verstehe diese Grenze nicht, die man nicht überschreiten darf. Warum? Wozu dient sie?
Und ist das überhaupt wichtig, da ich sie ja eh kaum je berühre?
Und das definitiv, ich schwöre auf das Grab unserer Lieblingskatzen, nicht aus systemeigenen Antrieb.

Aber komisch ist das schon.
Denn im Moment brennt das Hirn. Und ich versuche es weitgehend zu ignorieren. Aber das ist echt schwer.



Tag 437

Tag 437 unseres persönlichen Lockdowns.

Die Nachrichten heute morgen machten es uns bewusst.
Der aktuelle Corona Lockdown von dieser 2. Welle beträgt aktuell 22 Tage.
Ich hab vercheckt, wer das sagt, aber es hieß, der Lockdown müsse Anfang Februar aufhören, „den Menschen fiele die Decke auf den Kopf“.

Soll ich noch mehr sagen? Muss ich noch mehr sagen?
Ich denke, es reicht schon, oder?

Was soll ich noch weiter Worte verschwenden, für etwas, das sich eh nicht ändern lässt?
Oder ändern ließe – aber zu welchem Preis? Und bin ich bereit den zu zahlen?

Video #011 Über das Leugnen

Triggerwarnung für das Video! Beschreibung drunter:

Für dieses Video gab es einen inneren Aufruf, sich zu Wort zu melden.
Die Frage lautete: Warum denkst DU, warum wir nicht DIS sein können oder vielleicht nicht mal traumatisiert sind – und warum?

Im Großen und Ganzen geht es um das Thema „Leugnen“
Und das kann man auf verschiedene Art und Weise, mit den verschiedensten Hintergründen bis hin zur Täterloyalität.

Ich spreche für dieses Video eine deutliche Triggerwarnung aus!

Wir lassen einzelne Innenpersonen zu Wort kommen, die ihr Erleben und ihre Erfahrungen aus ihrer ganz persönlichen Sichtweise schildern.
Und Mokey versucht dies auf der psychologischen Ebene erklärbar zu machen, wie es hilft, wie es entstehen kann.

Grobe Timeline zum drauf Einstellen oder Überspringen:

Bis 15:30 Einleitung, Kanalresümee und über Triggerwarnungen, persönliches…

Dann über Leugnung allgemein

Selbstvorwürfe/ Selbst Schuld nach Vergewaltigung : 18:30 bis 19:03

Ritueller Kontext 19:40 bis 20:27

Ab 20:24 Kirchengeläut im Hintergrund. Sorry

Einspieler: 23:03 bis 33:10 Leugner Gideon „Alles Lüge. Ich bin nicht Viele, es ist nie etwas Schlimmes passiert“
Danach wieder (noch) Kirchenglocken im Hintergrund
Ausführungen und Erklärungen zur Art des Leugnens von Gideon

Leugnen ist auch eine Belastung, Zweifel an Symptomen, Ausreden finden.

Verdrehte Wahrnehmung von Kindern, die Gewalt erleben 38:48

  1. Einspieler 40:35 bis 49:07 „Para“: „Ich habe nichts (Gutes) verdient/ Alles genau SO verdient“

Danach wieder Ausführungen dazu.

50:30 „Du willst es doch auch“ (sagten die Täter)
Sexualität, sexualisierte Gewalt und die Folgen und Körperreaktionen

  1. Einspieler 52:42 bis 01:08 Alltagssystem erzählt über Körperreaktionen mit Switch (uncut) zu Gideon und seine Erinnerungen und sexuelle (Gewalt-)Fantasien bereits als Kind

Danach Erklärungen dazu.

01:08 Einen Schritt weiter in die Hilfe und Leugnung der Gewalt durch Internalisierung der Tätersätze

„Täter sagen „Du bist so schön…selbst Schuld…dass ich….“

Täterloyales/Täterinfiziertes Gedankengut einer Innie, die Ihren Namen nicht nennen will. Schönreden der Gewalt.
Dies ist keinesfalls Systemmeinung! Wir beschönigen nicht pädosexuelle Gewalt.

Einspieler 01:10 bis 01:18 einer sexuellen Beschützerin mit Täterloyalität und sexueller Ausstrahlung

Erklärungen dazu.

Ausklang

Bezugslos

Sind es die Menschen, die sich von uns entfernen? Hinfort schweben, wie Heliumballons, die irgendwann, irgendwo anders landen?

Oder sind wir es, die sich entfernen und vom Leben und den Menschen entfremden?

Zuneigung an uns sind Lippenbekenntnisse. Keinesfalls ernst. Keinesfalls wirklich nah.

Die Seele ist anästhesiert.

Es wird kein Ende mehr nehmen. Das Leid nicht. Nicht Innen, nicht Außen. Es wird keine Rettung geben.

Und niemanden, der diese unsäglich widerlichen, jämmerlichen Bedürfnisse befriedigt.

Steckt mich in einen Raum mit allem was ich will. Voll. So viel, dass es mir die Luft raubt. Und ich werde dann noch nicht genug haben. Von nichts.

Verabscheuenswertes Babygeheul. Huhuuuu. Bindung. Hunger, Kaka, Pipi.

Irrelevant.

Es ist egal ob ihr geht oder ich. Es ist vorbei. Es gibt nichts mehr auf das es sich zu hoffen lohnt. Und das davor, das zu glauben. An Hoffnung zu glauben war Selbstbetrug.

Es ist vorbei.

Es stört mich nicht. Es kümmert mich nicht.

Geht, fliegt eurer Wege. Ich lasse euch ziehen.

Mehrere

Ohren-Tee

Wenn man so disso ist, dass man verzweifelt versucht zu erkennen, was der Mann da für einen Tee vom Einkauf mitgebracht hat und man so viel erkennen kann…

Lesen grad nicht möglich.

Und man später feststellt….es ist kein Tee.

ahaaaa

Schuld TW

Nightmare, nightmare, nightmare
Golden touches of moonlight on maidenhair
Nightmare, nightmare, nightmare
Sending messages that she’s been unaware
Nightmare, nightmare, nightmare
Little teddybear sleeps in her rocking chair
Nightmare, nightmare, nightmare
Silver hazes rise high in the silent air

Deine Lakaien „Nightmare“



Ausdrückliche Triggerwarnung.
Inhalt: Polizei (?) oder Verkleidung, Schuld, Folter, Gefängnis

Weiterlesen „Schuld TW“

Nervöse Energie

Wahrschienlich ist das nicht alles. Aber alles, was greifbar ist.

Man schlägt sich die Nacht um die Ohren. Albträume, halbwach liegen, wälzen, schweißnass.
Seit Stunden wach, liegt man da, wartet auf eine angemessene Zeit.
MM hat Urlaub. Hat die Erholung nötig.
Man wartet und wartet. Halb acht scheint eine angemessene zeit zu sein, ihn das erste Mal zu wecken, mit unserem Aufstehen.
Endlichaufstehen.
Aber was heißt das schon? das heißt ein Schluck Cola, rauchen, mit dem Pad in das einzige Zimmer verkriechen. Rückzug. Stioll sein. Warten bis MM ausgeschlafen hat. Eine Stunde vergeht, man schleicht zum Rauchen. Meist vergeht noch eine zweite, bis MM wirklich gewillt ist, wach zu werden. Manchmal sagt er „guten Morgen“, man denkt er ist wach, man will Kaffee kochen – für ihn- es kommt Gemaule. Er sei noch nicht ausgeschlafen. Warten….
Oder hinzulegen und warten. Nicht, dass das bei ihm liegen nicht auch schön sein kann. Aber die Energie, die nervöse unproduktive Energie macht es zum Spießrutenlauf. Einfrieren. Körperlich einfrieren, aushalten, abwarten.
Die Motivation etwas zu tun ist so niedrig wie die nervöse Energie hoch.
Der Tag ist bereits um 10 Uhr vergeudet. Die übliche Zeit in der wir produktiv sind und Anlauf nehmen, ist bereits vorbei. Man hängt nur noch durch.
Frühstück und das Hängen in der Leere. Ohne Ziel. Ohne Tagesstruktur, ohne Wochenstruktur. Jeder Tag ist ein Sonntag. Kein Ziel, warum man etwas tun sollte. Warum man es heute tun sollte,.
Und das Durchhängen von MM reißt einen noch tiefer mit herunter.
Und dann geht man wieder ins Bett. Was soll’s. Was soll man auch sonst tun?
Augen zu, abwarten, aushalten. Abwarten. Augen zu. Nicht zeigen, wie es einem geht. Nicht den Urlaub vermiesen. Nicht wissen wohin mit sich. Das Stillhalten nicht mehr aushalten können und noch mehr stillhalten, weil man nicht mehr stillhalten kann.
Die Beinmuskeln zucken durch die Weltgeschichte. Als würden sie rennen. Ich kann sie kaum beeinflussen. Sie machen mich wahnsinnig und steigern noch die Nervosität.

Das gesamte Gesicht, der Kopf schmerzt vom Kiefer aufpressen. Jeder verdammte Zahn tut weh.
Ich weiß nicht wohin mit mir.
Ich weiß nicht wohin und was tun in der nächsten Minute, Stunde. Durchhalten aushalten. Bis wann? Bis wohin denn noch?
Ich bräuchte Zeit. Zeit alleine.
Zeit, ohne dass man mich in jeder 2. Minute anspricht und fragt was ist. Oder versucht zu….halten zu trösten oder was auch immer.
Zeit ohne irgendwas. Zeit ohne zusammenreißen und so zu tun als würde man funktionieren ohne zu funktionieren. Als wäre das alles auch für mich einfach und Urlaub.
Zeit ohne, dass man andauernd aus etwas rausgerissen wird und umschalten muss. Zeit für uns ganz allein damit endolich endlich dieser Druck weggeht. Aber das ist nicht.

Die Welt hat sich gegen uns verschworen.
Ich will ja gar nicht sagen, dass MMs Homeoffice nicht auch Vorteile hat aber ich halt das alles verdammt noch mal grade nicht mehr aus. In diesen verkackten vier Wänden. Immer das selbe. Wozu die ganze Scheiße eigentlich? Wozu noch und wie lange noch, bis endlich alles aufhört?

Man liegt im Bett und hat das Gefühl, dass das Bett nach hinten wegkippt. Das Herz bleibt einen Moment lang stehen. Jetzt steht der Körper Kopf. Der Kopf liegt viel tiefer als die Füße. Dann kippt es zurück. Und vorn vorn.

Man liegt und liegt und liegt und sitzt und versucht sich zu motivieren und irgendwas zu tun. Und MM zieht einen zu sich aufs Sofa wohlgemeint in die Arme. Und ich halte es nicht aus und verfluche mich, weil ich so verdammt ungerecht und unliebenswert bin, dass ich das auch nicht ertrage. Dieses ganze durchhängen. Rumhängen. Nichts tun. Nichts wollen und dabei viel zu viel wollen. Von allem, das es nicht gibt. Nicht für uns. Und ich raste aus. Ich bin streitsüchtig und versuche mich unter Kontrolle zu behalten um nicht alles und jeden anzumaulen um irgendwas von dieser Energie los zu werden. Ich will keinen Streit. es ist sinnlos und macht die Sache nicht besser. Aber ich ertrage das nicht. ich ertrage MICH nicht.

Ohne Tagsstruktur keine innere Struktur. Alles zerfällt. Zu Staub. Und wir funktionieren nicht mehr. Hatte die Thera doch recht? Wir „putzen“ uns alles weg?
Es gibt doch Halt. Es gibt Struktur. Das wollen doch alle. Wehe WEHE du hast keine Struktur. Dann schicken sie dich arbeiten, weil Arbeit gibt Struktur. Du musst das alleine schaffen. Du musst verdammt noch mal GUT sein. Gut genug um umfähig genug aber nicht zu unfähig zu sein. Damit man dir nicht irgendeinen Stuss aufschwatzt.
Du musst GUT sein. Du musst deinen Alltag hinbekommen. Du musst dies können und das. Sonst bist du eh ein hoffnungsloser Fall. Und FAUL gleich noch dazu. Faul sein ist nicht erlaubt. Auseinander fallen ist nicht erlaubt.
Ich kann nicht mehr.

dazu noch zu viel Domino.
Viel zu viel Domino.

Ich will einfach nur noch RAUS
Ich will das das aufhört. Alles. Alles. Alles.